„Das Schöne ist, man kennt hier eigentlich jeden!“

Wencke, Lilli und Timm leben gern in der Böcklersiedlung – den Spielplatz am Rübezahlweg vor ihrer Schule finden sie „eher langweilig“
Wencke, Lilli und Timm leben gern in der Böcklersiedlung – den Spielplatz am Rübezahlweg vor ihrer Schule finden sie „eher langweilig“

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04. Juli 2018, 12:52 Uhr

Wenn es um die Weichenstellungen im Stadtteil geht, führt meist die große Politik das Wort. Der Courier wollte wissen, wie die Jugend ihren Stadtteil sieht, was sie an ihm schätzt, was sie kritisiert.

Timm Losenfeld (13), Wencke Voß (15) und Lilli Kreft (15), alle drei Schüler der Hans-Böckler-Schule, geben Auskunft, was sie an ihrem Stadtteil gut finden oder was sie in ihm vermissen.

Zumindest in einem Punkt, sind sie sich einig: „Alles in allem kann man in der Böcklersiedlung gut leben“, bringt es Wencke auf den Punkt: „Arzt, Polizei, Kindergarten, eigentlich alles da.“ Nur „zum Shoppen“ müsse man eben in die Stadt, aber die sei ja nicht weit weg. „Und wenn wir unsere Schulläufe machen, traben wir eigentlich immer durchs Grüne“, lobt die Schülerin den Grün-Faktor im Stadtteils. Lilli schätzt an der Böcklersiedlung vor allem deren Überschaubarkeit: „Man kennt hier eigentlich jeden“, sagt der Teenager, der schon als Kind hierher kam.

Aber natürlich gibt’s auch was zu meckern: „Wenn wir unsere Freunde treffen, geht das fast nur zu Hause oder in der Stadt“, sind die drei Schüler einig: „Was fehlt, ist ein echter Treffpunkt für Jugendliche“ , kritisiert Timm: „Das nächste Jugendzentrum in der Gartenstadt ist schon ein Stück weg.“

Auch im Detail haben die Jugendlichen einige Verbesserungsvorschläge – und liegen damit dichter an den Erwachsenen, als viele denken: So wünscht sich Timm etwa mehr Laternen an den Verbindungswegen zum Baumschulenweg, und Lilli bricht eine Lanze für kleine Kinder: „Auf dem Spielplatz am Rübezahlweg fehlt ein richtiges Klettergerüst, und die Rutsche von früher ist auch verschwunden.“ Überhaupt könne mancher Spielplatz im Quartier eine Runderneuerung vertragen: „An der Max-Richter-Straße entstehen derzeit moderne Wohnungen, aber den alten Spielplatz dahinter hat sich noch niemand angeguckt!“

Und noch einen Wunsch haben die Teenager speziell an die Stadtwerke: Nichts gegen den Umbau des Bads am Stadtwald – „aber die Liegewiesen am Freibad müssen wieder her, das war auch immer ein wichtiger Treff für Jugendliche.“

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