Bürgergilde zu Neumünster : Das Schicksal des Vogels ist besiegelt

Ein schöner Vogel: Die Gildebrüder (von links) Heiner Schulz-Hildebrandt, Carsten Hegenberg, Manfred Willms, Frank Borchers, Dr. Ortwin Babendererde und Stephan Beitz richten ihn gleich an der Vogelstange im Tierpark auf.
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Ein schöner Vogel: Die Gildebrüder (von links) Heiner Schulz-Hildebrandt, Carsten Hegenberg, Manfred Willms, Frank Borchers, Dr. Ortwin Babendererde und Stephan Beitz richten ihn gleich an der Vogelstange im Tierpark auf.

Heute marschiert die Bürgergilde zu Neumünster seit 1578 durch die Stadt

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27. Mai 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Er hat wunderschöne blaue Augen und ein großes rotes Herz, der hölzerne Vogel der Bürgergilde zu Neumünster. Seit gestern hängt er im Tierpark an der Vogelstange und wartet in zehn Metern Höhe auf die Gildebrüder mit den „Witten Büxen“. Das Schicksal des Vogels ist besiegelt, denn heute wird so lange auf ihn geschossen, bis er zu Boden fällt. Gegen 18 Uhr wird der Königsschuss erwartet; dann steht fest, wer neue Majestät der Bürgergilde ist und Heiner Schulz-Hildebrandt nach zwei Jahren ablöst.

Gebaut hat den Vogel in diesem Jahr Tischlermeister Haupt aus Blumenthal, bunt bemalt wurde er von der Familie des Schießoffiziers Werner Bach. Und an der Vogelstange hochgekurbelt wurde er gestern von den vier Gildebrüdern, die vor zwei Wochen gerade erst aufgenommen wurden: Carsten Hegenberg, Frank Borchers, Dr. Ortwin Babendererde und Stephan Beitz. „Das ist Tradition bei uns. Die jungen Leute müssen sich buchstäblich hocharbeiten“, sagte Presseoffizier Manfred Willms.

Nach dem Umzug durch die Innenstadt (ab 9.30 Uhr) wird von 11.30 Uhr an auf den Vogel geschossen. Die Schützen nehmen zuerst die Zitrone, dann Bundes- und Landesfahne, schließlich Kreuz, Zepter, Kopf, Flügel, Schwanz und zuletzt das Herz des Vogels ins Visier.

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