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Rickling : Das Rentnerwohnheim ist ein Auslaufmodell

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

16 Wohnungen sind noch vermietet. Es sollen wieder kleine Wohneinheiten geschaffen werden.

Rickling | Ab sofort werden keine Mietverträge mehr für das gemeindliche Rentnerwohnheim in Rickling geschlossen. Diesen Grundsatzbeschluss fällte die Ricklinger Gemeindevertretung vorgestern. Damit ist der erste Schritt getan, das marode Gebäude in seiner bestehenden Form nun endgültig stillzulegen. Von den 16 Einzimmerwohnungen sind zurzeit noch rund zehn bewohnt.

Sehr unterschiedliche Meinungen gibt es unter den Fraktionen zur weiteren Vorgehensweise im Umgang mit dem Bau aus den 60er-Jahren. Die Ideen reichten dabei vom Abriss und der Veräußerung des Grundstücks an einen Investor, über eine Komplettsanierung von Seiten der Gemeinde oder eines Investors bis hin zum Neubau durch die Gemeinde.

Letztlich blieb dieser Punkt in der angeregten Diskussion allerdings offen. Einigkeit herrschte jedoch darüber, dass im Ort wieder adäquater Raum mit kleinen Wohneinheiten entstehen soll. Ein Zeitplan für die nächsten Schritte wurde aber noch nicht festgelegt.

Weiterhin prekär stellt sich nach den Erläuterungen von Kämmerer Jochen Möller die finanzielle Lage der Gemeinde dar. Demnach beliefen sich die Schulden der Gemeinde Ende 2015 auf 4 127 000 Euro. Damit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei 1323 Euro.

Dennoch sollen zahlreiche Gehwege im Zug des Breitbandausbaus für insgesamt rund 175 000 Euro erneuert werden. Vergeben wurde außerdem der Auftrag für die Dachsanierung des Dörpshus in Fehrenbötel für rund 65 000 Euro. Zugestimmt wurde dem Bebauungsplan für das Grundstück Kuhlener Gutsstraße 8-10 für den Bau eines Werkstattgebäudes durch den Landesverein.

Weitergeführt werden wird, wenn auch auf zehn Stunden reduziert (der Courier berichtete), auch die Schulsozialarbeit. Dafür zahlt die Gemeinde knapp 9000 Euro im Jahr.

Schließlich gab es noch eine personelle Veränderung: Nach dem kommunalpolitischen Ausstieg von Monika Klingbeil (ehemals ABR, der Courier berichtete) wurde Michael Plath (ABR) in die Gemeindevertretung berufen.  


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