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Holsteiner-Verband : Das Publikum bejubelte Casall Ask

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auch die Legende Corrado I wurde gefeiert . 3000 Besucher sahen sich in den Holstenhallen die Deckhengste des Holsteiner-Verbandes an.

Neumünster | In der Regel geht es bei der Vorführung der Deckhengste des Holsteiner-Verbandes zu Beginn des Jahres eher gemütlich zu. Doch beim Eintritt von Rolf-Göran Bengtsson auf Casall Ask (von Caretino) hielt es die 3000 Besucher am Sonnabend in der Holstenhalle nicht mehr auf ihren Plätzen. Mit stehendem Applaus wurde das erfolgreichste Paar im internationalen Springsport der Saison 2014 vom Publikum begrüßt.

Gleich im Anschluss hatte dann Corrado I seinen großen Auftritt. Der älteste, immer noch aktive Verbandshengst feierte seinen 30. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehörten neben der Frau des bereits verstorbenen Züchters Eduard Struve, Jutta Struve (Satrup), auch die Springreiter Thieß Luther und Franke Sloothaak, die mit dem Ausnahmehengst international erfolgreich waren.

Zuvor hatten sich die Gäste aus Deutschland, Amerika, Skandinavien und den Beneluxländern jedoch noch weitere 38 potenzielle Väter ihrer Fohlen angesehen. Denn das Frühjahr ist die Zeit, in der Pferdezüchter Ausschau nach neuen Deckhengsten halten. Die Stuten werden ab Februar ihre Fohlen zur Welt bringen und sollen danach möglichst schnell wird tragend werden. Die Züchter der springgewaltigen Holsteiner lieben Kontinuität, deshalb wird gerne auf bewährte Hengste zurückgegriffen. Doch auch der Sieger der Herbstkörung Caracho (von Cassilano) wurde von den Fachleuten schon interessiert beobachtet. „Ich glaube, der hat Potenzial. Aber man muss abwarten können. Es ist jedoch immer interessant, auch die jungen Hengste hier in Aktion zu sehen“, erklärte dazu Wiebke Meinertshagen aus Stuttgart.

Neben der Qualität des Hengstkontingentes der Holsteiner bestimmen jedoch auch hier der Wettbewerb sowie Angebot und Nachfrage den Preis für die sogenannte Decktaxe. Diese liegt für Besamungen aus dem Stall der Holsteiner zurzeit zwischen 250 und rund 2000 Euro. Doch die Konkurrenz ist groß. „Zurzeit sind die belgischen und holländischen Züchter unsere größten Mitbewerber.

Dort wird nicht nach Rasse gezüchtet, sondern lediglich Wert auf das Erbmaterial gelegt. Doch wir sind stolz auf unsere Holsteiner. Deshalb haben wir auch die Erhaltung der Rasse stets im Fokus“, berichtete Gérard Muffels, Leiter des Hengststalls am Sitz des Verbandes im Elmshorn. Die Deckhengste leisten hier Schwerstarbeit. In der Regel werden die Vererber alle 48 Stunden abgesamt. „Das sei“, so erläuterte Muffels, „die optimale Zeit, um eine gleichmäßige Qualität zu erhalten.“ Der Versand des Frischspermas sowie auch der tiefgefrorenen Samenflüssigkeiten erfolge überwiegend auf telefonische Bestellung in alle Welt. „Und dann hoffen wir immer, dass ein tolles Pferd dabei rauskommt“, erklärte er abschließend.

Die nächste Hengstkörung findet vom 29. bis 31. Oktober in den Holstenhallen statt. Nähere Informationen zum Verband der Züchter des Holsteiner Pferdes erhalten Interessierte auch im Internet unter www.holsteiner-verband.de.


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erstellt am 02.Feb.2015 | 06:30 Uhr

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