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Theater in der Stadthalle : Das Phantom geisterte durchs Theater

vom

Die Central Musical Company führte vor rund 300 Zuschauern das „Phantom der Oper“ im Theater in der Stadthalle auf.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2017 | 06:00 Uhr

Neumünster | Das Phantom der Oper hört und sieht alles und ist überall da, wo auch die junge Opernsängerin Christine Daaé ist. In der Pariser Oper treibt es sein Unwesen, schreibt Drohbriefe und begeht Verbrechen. Und das nur, weil es Christine liebt und ihr zu einer steilen Karriere verhelfen will. Die weltbekannte Geschichte vom „Phantom der Oper“ kam am Montagabend in das Theater in der Stadthalle und zog rund 300 Besucher an.

Aufgeführt wurde es von 13  Darstellern der Central Musical Company und musikalisch begleitet von einem 17-köpfigen Orchester. „Mit der Produktion des Librettisten Paul Wilhelm und des Komponisten Arndt Gerber touren wir bereits seit 19 Jahren durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Zuschauer sind jedes Mal begeistert“, erzählte die Tourleiterin, Jenny Schlensker.

Das traf auf die Vorstellung am Montagabend in Maßen zu. Die aufwändigen Kostüme und das Bühnenbild, das mit einem Beamer an die Wand geworfen wurde, zog das Publikum in die  Welt des Phantoms hinein. Die Schauspieler brachten die Geschichte gut auf die Bühne, und auch die   ausgeprägten Stimmen schufen zusammen mit dem Orchester  eine schöne Atmosphäre.

Eva und Rainer Lieske aus Aukrug sind mittlerweile schon richtige Phantom-Profis. „Bereits vier Mal haben wir die Oper in Hamburg gesehen.  Das Einzige, was ich an der Vorstellung heute Abend kritisieren könnte, ist die Szene mit dem Kronleuchter“, sagte Eva Lieske.  „In Hamburg fiel der Kronleuchter wirklich herunter, was mir einen enormen Schrecken einjagte.“ In der Stadthalle wurde die Szene lediglich auf der Leinwand dargestellt. Doch Eva Lieske zeigte Verständnis: „Die Bühne in der Stadthalle ist eben auch viel kleiner und  ermöglicht daher nicht eine solche Bühnendarstellung.“

Die Geschichte des bleichen Mannes mit seinen hohlen Augen und der weißen Maske wurde bereits vor über 100 Jahren von dem französischen Schriftsteller und Journalisten Gaston Leroux geschrieben. Auch heute noch reißt sie das Publikum mit sich.

Wegen des entstellten Gesichts des Phantoms wird er von den Menschen gefürchtet und zog sich in die Unterwelt zurück. Trotzdem hilft er Christine, zu einem gefeierten Star der Pariser Oper zu werden,  bringt sie aber gleichzeitig in einen emotionalen Konflikt. Neben ihrer Kontrahentin, der Primadonna Carlotta, die alles versucht, um ihren Aufstieg zu verhindern, wird auch ihr Freund, der Graf Raoul, eifersüchtig auf das Phantom. Nach anfänglichen Schwärmereien für den Maskenmenschen entscheidet sich Christine dann aber doch gegen ihn. Ein Liebes-Thriller, der bewegt. Die Neumünsteraner applaudierten am Ende lange und höflich, aber nicht überschwänglich.

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