Das Parteibuch sollte keine Rolle spielen

Zum Stadtteilbeirat Einfeld

shz.de von
08. August 2013, 03:59 Uhr

Hieb und Stich um den Vorsitz im Stadtteilbeirat Brachenfeld/Ruthenberg. In der Böcklersiedlung geriet man sich in der vergangenen Legislatur über das Stadtteilfest sogar derart in die Wolle, dass der Beirat handlungsunfähig wurde. Dass es auch anders geht, zeigt sich in Einfeld und Tungendorf. Am See leitet nun erstmals ein Grüner die Sitzungen. Ganz ohne Vorbild ist es nicht, dass eine kleine Partei den Stadtteilvorsteher stellt - siehe Horst Lingelbach (FDP) in Wittorf. Unter dem großen Moderator Henning Möbius (SPD), der gestern Abend zum siebten Mal zum Stadtteilvorsteher in Tungendorf gewählt wurde (wir berichten morgen), hat das Parteibuch noch nie eine Rolle gespielt. So sollte es auch sein. Es geht in den Beiräten allein um Arbeit für den Stadtteil und seine Bürger, nicht um parteipolitische Inszenierung und Machtspiele. Wenn es um ihre ureigenen Belange vor der Haustür geht, sind die Bürger nicht politikverdrossen. Das sollten die Parteien nutzen und die Stadtteilbeiräte noch ernster nehmen, noch besser hinhören. Hier ist Volkes Wille in jeder Sitzung deutlich zu vernehmen.

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