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Grossenaspe : Das neue Wasserwerk wächst weiter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Abwasserpreis sinkt zum Teil erheblich. Die Gemeinde investiert 780 000 Euro in den Ausbau. Auch Neubaugebiete sind mit eingeplant.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2016 | 09:00 Uhr

Großenaspe | Seit dem ersten Spatenstich Ende Juli hat sich am Ausbau des Wasserwerks in Großenaspe einiges getan (der Courier berichtete). Mittlerweile steht der Rohbau für die beiden Reinwasserbehälter mit jeweils 250 Kubikmetern Fassungsvermögen. Ebenfalls soweit fertiggestellt ist auch der angeschlossene neue Technikbereich.

„Die Wasserreservoires wurden im Betongussverfahren hergestellt. Zum Abschluss der Arbeiten wird dieser Teil des Gebäudes schließlich unter einem schützenden Erdhügel versiegelt. Die Technikräume werden dagegen als Bauwerk sichtbar bleiben. Die komplette Fertigstellung ist für Juli nächsten Jahres geplant“, erläuterte der zuständige Ingenieur Laurenz Wollborn bei einem Ortstermin. „Die beiden vorhandenen Speicher mit je zwölf Kubikmetern Fassungsvermögen werden nach der Übernahme dann stillgelegt“, sagte er.

Technisch wird das erweiterte Wasserwerk, in das die Gemeinde 780 000 Euro investiert, in den kommenden Monaten komplett neu ausgestattet. „Eingebaut wird hier unter anderem eine Strom sparende Netzpumpenanlage sowie eine Spülwasserpumpe“, erklärte Wollborn. „Ausgelegt ist das System für bis zu 4000 Personen. Damit ist die Gemeinde für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig ausgerüstet“, erklärte der Vorsitzende des Planungs- und Maßnahmenausschusses Bernd Konrad im Hinblick auf den erwarteten Einwohnerzuwachs durch bereits geplante Neubaugebiete.

Da die Finanzierung auf 50 Jahre ausgelegt sei und man damit rechne, dass sich die bisher jährlich anfallenden Reparatur- und Wartungskosten in Höhe von 20 000 Euro auf ein Minimum reduzieren, sei die Belastung für die Haushalte tragbar, erklärte Bürgermeister Torsten Klinger.

„Der Trinkwasserpreis erhöht sich mit dem Jahresbeginn in Großenaspe zwar von 71 auf 96 Cent. Der Ortsteil Brokenlande wird von Neumünster aus mit Frischwasser bedient und Anwohner in den Außenbereichen sind Eigenversorger. Verbraucht werden von den 2200 Großenaspern, die durch die Einrichtung versorgt werden, zurzeit rund 110 000 Kubikmeter Wasser jährlich.

Allerdings sinken die Kosten für Abwasser in Brokenlande von 53 Cent auf 29 Cent. Und im Dorfgebiet ergibt sich aus der neuen Kalkulation sogar eine erhebliche Minderung von 1,64 Euro auf 14 Cent“, erläuterte er. Diese rühre daher, dass vor zwei Jahren für die Reparatur des Abwasserkanals in der Kreisstraße 111 280 000 Euro in den Preis eingerechnet wurden. „Bei Reparaturarbeiten werden die Haushalte an den Kosten beteiligt.

Da sich die Gemeinde aber letztlich für einen Neubau, an dem die Haushalte nicht beteiligt werden können, entschieden hat, wird dieses Geld jetzt sozusagen in den kommenden zwei Jahren über den Preis zurückgezahlt“, erklärte der Fachbereichsleiter Finanzen im Amt Bad Bramstedt Land, Walther Hadeler, auf Anfrage.

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