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Gebäudereiniger-Ausbildung : Das nächste Ziel ist Tatortreiniger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ihr Job ist zuweilen etwas unappetitlich. Doch Nicole Paluschek ist begeistert. Sie hat ihre Gebäudereiniger-Ausbildung als Landesbeste abgeschlossen und wurde Zweite auf Bundesebene. Jetzt will sie Tatortreiniger werden.

Neumünster | Mit der Note 1,6 absolvierte Nicole Paluschek (22) ihre Gebäudereiniger-Ausbildung als Landesbeste. Anfang November musste sie sich in der Münchener Allianz-Arena beim Bundeswettbewerb nochmals beweisen – und dort machte sie den zweiten Platz.

In ihrem Ausbildungsunternehmen, Firma Bockholdt an der Wrangelstraße in Neumünster, arbeitete sie zunächst als 400-Euro-Kraft. „Eine Kundenbetreuerin von uns hatte mich zu diesem Beruf gebracht. Ich wusste erst gar nicht, dass es ein Ausbildungsberuf ist und konnte es mir auch nicht so recht vorstellen“, erzählte sie. Während eines Praktikums entwickelte sich jedoch eine Leidenschaft für den Beruf des Gebäudereinigers. Sie hatte sich bewährt und wurde als Lehrling übernommen. „Die dreijährige Ausbildung habe ich auf zweieinhalb Jahre verkürzt“, erzählte die junge Frau, die in Hohenwestedt lebt. Nun ist sie als Gebäudereinigerin in Neumünster und bis zum Hamburger Speckgürtel für die Firma Bockholdt im Einsatz. Für die Zukunft hat sich Nicole Paluschek ein interessantes Ziel gesteckt: „Ich gehe zur Tatortreiniger-Ausbildung nach Frankfurt am Main“, verriet sie. Derzeit sei sie schon in der so genannten Zellenbereitschaft. „Die Polizei ruft an, wenn Gewahrsamszellen gereinigt werden müssen. Da bekommt man einiges Unschönes zu sehen“, beschreibt die 22-Jährige.

Sven Kozlowski, stellvertretender Niederlassungsleiter der Firma Bockholdt, hat nur Lob für seinen Schützling übrig. „Nicole arbeitet sehr umsichtig und kundenorientiert. Nach ihren bisherigen Leistungen war es nur klar, dass wir sie auch künftig fördern und unterstützen“, sagte er. Im Unternehmen ist man zurecht stolz, denn Nicole Paluschek ist der vierte landesbeste Lehrling in Folge. Ein zweiter Platz beim Bundeswettbewerb ist bisher einmalig.

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