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Tuch + Technik : Das Museum lässt nachts wieder sein Kunstwerk erstrahlen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Lichtinstallation im Museum Tuch + Technik wurde wieder in Betrieb genommen.

Neumünster | „Licht aus, Lichtkunst an!“: Mit einem spannenden Countdown wurde jetzt die Lichtinstallation im Museum Tuch + Technik wieder in Betrieb genommen. Rund 60 Gäste hatten sich auf Einladung des Vereins zur Förderung der Kunst zum ersten Anschalten im Ausstellungsraum eingefunden. Darunter war auch der Künstler Hans-Peter Kuhn, der die Installation 2007 im Rahmen der Ausstellung „Nordskulptur-Licht“ geschaffen hatte.

Doch die „Lichtwand“ aus Leuchtstoffröhren war in die Jahre gekommen. Viele der 70 Leuchten waren defekt und gaben nach und nach auf. „Aber die Installation ist zu gut, um sie leise im Altglascontainer verschwinden zu lassen“, erklärte Babett Schwede-Oldehus als Vorsitzende des Vereins. Darum habe sich der Verein gemeinsam mit dem Künstler sowie zahlreichen Sponsoren für die Erneuerung eingesetzt.

Die akkurat in einer Linie ausgerichteten Leuchten wurden dazu in monatelanger Arbeit vorsichtig abgehängt und in zeitgemäßer LED-Technik neu installiert. Die Kosten für die Modernisierung bezifferte Babett Schwede-Oldehus auf rund 9000 Euro.

Erfreut über diese Sanierung äußerte sich auch Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth. „Als Stadt habe ich dafür kein Geld in der Tasche. Umso schöner ist es zu sehen, was Engagement im Interesse der Kunst bewirken kann“, sagte er.

Ebenfalls lobende Worte fand Hans-Peter Kuhn, der extra aus Berlin angereist war, um die Wiederinbetriebnahme seines Werkes mitzuerleben. „Wenn man so etwas baut, ist einem bewusst, dass es problembelastet ist. Es kostet Strom, und irgendwann geht es kaputt. Deshalb finde ich es besonders toll, dass es wieder aufgebaut wurde“, erklärte der Künstler.

Zu sehen ist die Installation im Museum und natürlich durch die Scheiben von außerhalb nun über die Wintermonate täglich nach Einbruch der Dämmerung bis 22 Uhr.

Anlässlich der Aktion hatte sich der Verein zudem noch eine Überraschung einfallen lassen. Kreiert wurde ein Kaffeebecher (in limitierter Auflage von 200 Stück), auf dem die Installation stilisiert wiedergegeben wird. Zu erstehen war dieser während der Veranstaltung. Aber für Interessierte gibt es die Restbestände des praktischen „Kunstobjektes“ nun noch für zehn Euro beim Verein zur Förderung der Kunst.

> www.kunstverein-neumuenster.de

 

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