zur Navigation springen

Gigantisches Milchwerk : Das Milchwerk ist gestartet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jährlich werden Am Donaubogen rund 600 Millionen Kilogramm Milch aus der Region zu Milchpulver.

Neumünster | Es ist eines der modernsten Milchpulverwerke Europas und steht am Ende der Straße Am Donaubogen: Nach zweijähriger Bauzeit hat die Anlage der Superlative im Industriegebiet Süd jetzt auch offiziell seine Produktion aufgenommen.

„Jährlich sollen dort rund 600 Millionen Kilogramm Milch aus der Region zu Milchpulver verarbeitet werden“, teilte die Unternehmensgruppe Uelzena mit. Geplant ist, daraus eine jährliche Zielmenge von 60 000 Tonnen des kompakteren Milchpulvers herzustellen.

Uelzena aus Uelzen (Niedersachsen) ist neben der Meierei in Wasbek sowie den Genossenschaften in Barmstedt und Schmalfeld-Hasenmoor der Hauptbetreiber des neuen Werkes. Insgesamt investierten die vier Partner 64 Millionen Euro in die Anlage und schufen damit 50 Arbeitsplätze. Das Milchpulver wird vor allem an die Lebensmittelindustrie verkauft und zum Beispiel in Süßwaren oder für Getränke, Joghurt und Käse verwendet, hieß es von Seiten der Betreiber. Für den Bau des größten deutschen Milchtrocknungswerks hatten sich die vier Partner bereits im Jahr 2011 zusammengetan.

Auch wenn erst jetzt die Arbeit im Milchtrocknungswerk, wie die hoch technische Anlage korrekt heißt, voll aufgenommen wurde, so laufen dort bereits seit Anfang des Jahres die Maschinen: Kleinere Mengen Milch wurden seit Monaten in einer ersten Anlage zu Magermilchkonzentrat verarbeitet – das war eine Art Vorproduktion vor der großen Inbetriebnahme (der Courier berichtete).

Doch nicht nur die Produktionsmenge des neuen Werkes ist beachtlich: Auch optisch ist die „Milchfabrik“ ein Gigant: 127 000 Quadratmeter (rund 25 Fußballfelder) ist das Grundstück Am Donaubogen groß. Erst einmal wurden aber nur 22 000 Quadratmeter Fläche bebaut beziehungsweise befestigt; eine Erweiterung ist also noch möglich.

Der Trocknungsturm des Milchwerks ragt stolze 50 Meter empor. Er ist mit dieser Länge nach dem Funkturm an der Sedanstraße (90 Meter) sowie den Schornsteinen (88) und dem Kesselhaus der Stadtwerke (56) das vierthöchste Gebäude der Stadt.

Insbesondere bei Anwohnern der angrenzenden Stadtteile Gadeland und Wittorf war der Plan vom Bau des Riesenmilchwerks nicht auf ungeteilte Zustimmung gestoßen. Sie befürchteten von Beginn an mehr Staub, Lärm und Abwasser. Diese Bedenken teilt der Architekt der Anlage, Herbert Hannemann vom Ingenieurbüro DIHH aus Bad Segeberg, nicht. Er verweist stattdessen auf die strengen Richtlinien, die die Betreiber einzuhalten hätten.

 

zur Startseite

von
erstellt am 05.Aug.2014 | 06:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert