Kommunalwahl in Bordesholm : Das Los fiel auf Volker Wilkening

Die Vertreter der Grünen konnten es erstmal nicht glauben, dass Carola Ketelhodt (Mitte, mit Handy) so dicht an einem Direktmandat ist.
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Die Vertreter der Grünen und der FDP konnten es erstmal nicht glauben, dass Carola Ketelhodt (Mitte, mit Handy) so dicht an einem Direktmandat ist.

Die CDU ist stärkste Kraft in Bordesholm. Dass auch Volker Wilkening in den Rat einziehen kann, musste am Dienstag das Los entscheiden.

shz.de von
09. Mai 2018, 08:38 Uhr

Von den 6476 Wahlberechtigten in Bordesholm waren 53,51 Prozent zur Wahl gegangen, um die 19 Gemeindevertreter zu wählen. Von ihnen wurden zehn unmittelbar gewählt. Und da gab es eine Besonderheit. Das Los musste entscheiden, wer von zwei Direktkandidaten in den Gemeinderat einziehen darf: Volker Wilkening (CDU) oder Carola Ketelhodt (B90/Grüne). Beide erhielten in ihrem Wahlkreis 207 Stimmen. Das Los fiel schließlich auf Volker Wilkening.

An der endgültigen Sitzverteilung, CDU 6, SPD 5, B90/Grüne 4, UWG und FDP jeweils 2 Sitze, ändert sich mit dieser Losentscheidung nichts.

Der Spitzenkandidat der Bordesholmer CDU, Norbert Baschke, hat die besten Chancen, neuer ehrenamtlicher Bürgermeister und damit Nachfolger von Helmut Tiede, ebenfalls CDU, zu werden. Mit 29,72 Prozent und 122 Stimmen Vorsprung vor den Sozialdemokraten mit 27,81 Prozent wurde die CDU stärkste Partei in Bordesholm. Drittstärkste Partei blieben die Grünen mit 20,70 Prozent. Es folgte mit starken Gewinnen die Unabhängige Wählergemeinschaft Bordesholm (UWB) mit 12,31 Prozent, die in der neuen Gemeindevertretung Fraktionsstatus haben wird. Die meisten Stimmen erhielt die UWB in dem Wahlkreis, in dem es heftige Diskussionen um die Regenwasserkanalisation gibt.

Die stärksten Verluste musste die FDP hinnehmen, sie rutschte in der Gunst der Wähler mit 9,56 Prozent auf den vierten Platz, behält aber den Fraktionsstatus.

Der CDU-Spitzenkandidat Norbert Baschke zeigte sich zufrieden mit seinem persönlichen Ergebnis in seinem Wahlkreis und dem seiner Partei. Der CDU-Ortsvorsitzende Ulrich Schuster werde jetzt zeitnah mit den Fraktionen über die weitere Zusammenarbeit und auch die Bürgermeisterwahl sprechen, so Norbert Baschke. Ganz aufgegeben hat der SPD-Spitzenkandidat Ronald Büssow den Bürgermeisterposten noch nicht. „Am 19. Juni werde ich in einer geheimen Wahl kandidieren und dann werden wir sehen, wer der neue Bürgermeister wird“, erklärte Ronald Büssow am Wahlabend.

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