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Boostedt : Das Kasernengelände hat viel Potenzial für Wohnen und Gewerbe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Möglichkeiten der Nachnutzung der Kaserne wurden vorgestellt.

Boostedt | Was könnte aus dem Gelände der ehemaligen Rantzau-Kaserne werden? Unter diesem Titel hatte die Gemeinde am Montag zu einem Workshop in den Hof Lübbe geladen. Rund 50 Besucher nahmen an dem Termin teil. Mit großem Interesse verfolgt wurden die Überlegungen, die Hartmut Röder als Regionalentwickler der Gesellschaft für Konversion und Umwelt (GKU) anhand von ersten Plänen vorstellte. Die GKU beschäftigt sich im Auftrag der Gemeinde mit dem Kasernengelände.

Demnach birgt das Gelände einiges an Potenzial für Wohnen und Gewerbe. „Die bisher technisch genutzten Bereiche stellen praktisch schon jetzt ein fertig erschlossenes Gewerbegebiet dar. Hier sehen wir gute Voraussetzungen für eine zukünftige Vermarktung an Gewerbetreibende, denen das Kapital zum Bau von eigenen Räumlichkeiten fehlt“, fasste Röder nach der Veranstaltung die Überlegungen zusammen. Denkbar seien zum Beispiel Kfz-Werkstätten, Logistikunternehmen oder Lagerhallen für Handel und Gewerbe. „In dieser Nutzung würde das Gelände auch das gewerbliche Angebot der Region gut ergänzen. Denn die Stadt Neumünster hält mit dem neuen Gewerbegebiet Eichhof ja entsprechende Flächen für Neubauten vor“, erläuterte er weiter.

Positiv werde sich auch die im Herbst geplante Modernisierung der Schießanlage auswirken, da sich nach dem Umbau der Schusskegel ändere. Dieser liege dann nicht mehr über dem Kasernengelände, was die Vermarktung deutlich erleichtere.

Schwieriger gestalte sich dagegen die Nachnutzung für die jetzige Flüchtlingserstaufnahmestelle, da der Bestand an Gebäuden auf diesem Areal weit über die Nachfrage auf dem Markt hinausgehe. Doch die temporäre Nutzung durch die Flüchtlingsunterkunft bedeute auch einen Zeitgewinn für die Konversion. „Auf lange Sicht wäre denkbar, dass die bestehende Unterkunft, Verwaltung und Versorgung zum Beispiel in Form von Sozialdienstleistungen wie Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen weitergeführt wird“, führte Röder dazu aus.

Die Gemeinde selbst habe weiterhin Interesse an der Von-dem-Borne-Straße eine Kita einzurichten. Dort bestehe auch die Vision einer Wohnbebauung. Außerdem sei in Prüfung, ob die Feuerwehr auf dem Gelände Platz finden kann (der Courier berichtete).

Alles in allem seien nun die Konversionspartner (Gemeinde, Amt, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bundeswehr, Amt für Ausländerangelegenheiten, Gebäudemanagement Schleswig-Holstein, Wirtschaftsförderung Kreis Segeberg) aufgefordert, auf Basis dieser Erkenntnisse ihre Interessen und Vorstellungen abzugleichen. Den zeitlichen Rahmen für die Konversion benannte Hartmut Röder mit rund zehn Jahren.

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