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Arpsdorf : Das Jakobskreuzkraut wird untersucht

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Einsatz einer Mähmaschine soll die Ausbreitung verhindern. Wissenschaftler sind vor Ort.

Arpsdorf | Auf den Versuchsflächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein bei Arpsdorf war gestern eine spezielle Mähmaschine im Einsatz, um die weitere Ausbreitung des gelbblühenden Jakobskreuzkrauts (JKK) zu verhindern. Die sogenannte Randstreifen-Mahd erfolgt kurz vor der Samenreife.

„Der Balkenmäher nimmt die Blütenstände dabei in zirka 25 Zentimetern Höhe ab. Damit ist gewährleistet, dass so wenig Tiere und niedere Wildkräuter wie möglich Schaden nehmen“, erklärte Karsten Repenning (Verein Weidelandschaft), der die Flächen für die hier angesiedelten Testflächen bearbeitet.

Auf den Testflächen des Forschungsprojekts „Methoden der Zukunft“ des JKK-Kompetenzzentrums der Stiftung werden bis Ende 2020 landesweit auf insgesamt sechs Versuchsflächen an acht verschiedenen Standorten unterschiedliche Verfahren wie beispielsweise verschiedene Mäh-Varianten (unter anderem vor der ersten JKK-Blüte, zur Nachblüte sowie gegen Ende der ersten Blüte kurz vor der Samenreife) getestet, dokumentiert und ausgewertet. „Wir hoffen, dass wir nach dieser Saison erste Trends erkennen können. Aber ein Ergebnis erwarten wir letztlich erst zum Ende der Projektphase“, erklärte der Leiter des JKK-Kompetenzzentrums Dr. Aiko Huckauf.

Als Leiterin des Forschungsprojekts beobachtet Henrike Möhler (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) das JKK mit Argusaugen. Dazu werden in regelmäßigen Abständen immer wieder die gleichen Flächen von der Biologin in ihrem Bewuchs dokumentiert, um diese dann statistisch auszuwerten.

„Doch für konkrete Rückschlüsse auf die eingesetzten Verfahren bedarf es mehrerer Jahre akribischer Forschungsarbeit. Denn man muss neben vielem anderen auch die Temperaturen und Wetterlagen einer Saison bei der Beurteilung berücksichtigen“, erklärte die Fachfrau.

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erstellt am 22.Jul.2017 | 07:00 Uhr

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