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Wattenbek : „Das ist Nahrung für die Fantasie“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Künstler zeigten ihre Werke im Wattenbeker Schalthaus. 500 Besucher sahen sich die Exponate an und sprachen mit den Künstlern.

Wattenbek | Zum 17. Mal trafen am Wochenende im Gemeindezentrum im Schalthaus Kunst, Künstler und Kunstinteressierte bei der Wattenbeker Kunstausstellung zusammen. Organisiert hat die Ausstellung am Reesdorfer Weg der Kulturkreis Wattenbek. Zum siebenten Mal kümmerte sich Volker Heidemann darum, dass eine abwechslungsreiche Ausstellung in angenehmer Atmosphäre zustande gekommen ist. Zuvor hat der ehemalige Bürgermeister, Uwe Bräse, diese Aufgabe übernommen.

15 Hobby-Künstler aus der Region hatten die Möglichkeit, an zwei Tagen ihre bildhauerischen und malerischen Werke zu zeigen und auch zum Verkauf anzubieten. „Wir wollen Künstlern die Möglichkeit bieten, ohne Vorauswahl und Bewertung auszustellen“, erklärte Volker Heidemann, dessen Bildhauergruppe ebenfalls mit einigen Exponaten aus Holz und Stein vertreten war. In der Überzahl waren jedoch Bilder. Malerische Fähigkeiten auf verschiedenem Niveau bekamen die rund 500 Besucher genauso zu sehen wie unterschiedliche Motive. Beliebt bei den Malern waren maritime und landschaftliche Bilder, neben Segelschiffen und Bauernkaten gab es aber auch Farb-und Formexperimente à la Piet Mondrian. „Faszinierend finde ich, dass sich hier die unterschiedlichsten Werke auf wenig Raum finden. Von schrill bis sanft ist alles dabei“, äußerte Bürgermeister Sönke Schröder angetan.

Besonders wurde die Ausstellung durch die Anwesenheit der Künstler und die Leichtigkeit, mit der sich Gespräche ergaben. „Die Gespräche faszinieren mich! Es interessiert mich, was andere über meine Bilder denken, so kann ich auch dazulernen“, sagte Christel Nöthel (76) aus Neumünster. Sie ist seit 35 Jahren bei den Tungendorfer Hobbymalern und hat schon als Kind gerne gemalt. „Meinen ersten Tuschkasten hat meine Lehrerin mir geschenkt, damals gab es ja nichts“, erinnerte sich die Seniorin. „Malen ist Therapie. Dabei kann ich abschalten. Wichtig bei der Motivwahl ist mir die beruhigende Wirkung“, erklärte sie ihre Leidenschaft.

Der Lehrer Helmut Lüthje aus Flintbek hat die Ausstellung besucht, weil er sich für seine eigenen Projekte inspirieren lassen wollte: „Kunst wirkt ja auch nach, sie geht wie eine Saat auf.“ Ein kleinformatiges abstraktes Bild in blau-lila-rot hat es ihm besonders angetan: „Das ist Nahrung für die Fantasie. Ich empfinde es als Bild meiner Seele.“ 

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