Neumünster : „Das ist einfach nur widerlich“

Sven Radestock schaut sich den Müll auf dem Containerstellplatz am Roschdohler Weg an. Der Stadtteilvorsteher ist verärgert über den Umweltfrevel.
Sven Radestock schaut sich den Müll auf dem Containerstellplatz am Roschdohler Weg an. Der Stadtteilvorsteher ist verärgert über den Umweltfrevel.

Unbekannte entsorgen erneut Müll am Roschdohler Weg und Stoverbergskamp in Einfeld.

shz.de von
04. Juli 2018, 08:20 Uhr

Neumünster | Sven Radestock weiß gar nicht mehr, was er noch sagen soll. „Wir haben schon so viel versucht, die Altpapier- und Altglas-Container extra näher ans TSE-Zentrum gestellt und den Kommunalen Ordnungsdienst eingeschaltet. Aber jetzt ist es wieder passiert.“ Einfelds Stadtteilvorsteher schaut ratlos auf die vielen Müllsäcke, Plastikbeutel und Pappen auf dem Parkplatz am Roschdohler Weg. Erneut haben Unbekannte hier Mengen an Unrat illegal entsorgt – von Plastikflaschen über Druckerpatronen bis zu Verpackungsmüll.

„Das ist einfach nur widerlich. Warum solche Idioten das machen, verstehe ich nicht“, sagt Radestock. Plastikverpackungen könnten im Gelben Sack kostenlos entsorgt werden, Druckerpatronen kann man an den Sammelplätzen abgeben, auch die großen Pappen müsste man nur noch zweimal knicken oder zerreißen, damit sie in den Container passen. Doch dazu sind einige Bürger offensichtlich zu faul.

„Die Frechheit mancher Leute ist schon beachtlich“, sagt Einfelds Stadtteilvorsteher und verweist auf einen Vorfall während der Aktion „Wir machen Neumünster sauber“ vom Holsteinischen Courier. „Wir hatten den Platz hier gerade sauber gemacht und waren noch in Sichtweite, als eine Frau kam und ihren alten Grill und andere Sachen abstellte.“ Diese Umweltsünderin kam allerdings nicht ungestraft davon. Die Müllsammler merkten sich das Kennzeichen, schalteten Polizei und Ordnungsdienst ein. Ein saftiges Bußgeld wurde fällig.

Ein weiteres Dauer-Ärgernis ist die illegale Müllentsorgung am Stoverbergskamp. Hinter der Waldorfschule in Richtung Gartenstadt liegen Säcke mit Dämmwolle und Streu, Bauschutt „ziert“ den Knick, unzählige Kaffeebecher, Plastikverpackungen und Flaschen wurden einfach auf die Straße geworfen. Radestock: „Es ist unglaublich.“ Er will nun das Technische Betriebszentrum informieren, das die Müllhalden an beiden Standorten fachgerecht entsorgen muss – auf Kosten und zu Lasten aller Steuerzahler.

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