Kommentar : Das ist ein kühner Plan

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Courier-Redakteur Thorsten Geil kommentiert den Plan des Cafés Jerusalem

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24. Juni 2014, 06:00 Uhr

Im Café Jerusalem wird eine wichtige und segensreiche Arbeit geleistet für die, die am Rande unserer Gesellschaft stehen. Die jüngste Vision der Jerusalemer lässt aufhorchen: Ein eigenes „Lebenshaus“ soll es sein, in dem gestrauchelte Menschen betreut werden. Das klingt nach einem tollen, aber auch sehr kühnen Plan. 2006 musste die Stadt das Aus mit einem Sonderzuschuss verhindern. 2010 funkte das Jerusalem wieder SOS und wurde von Großspendern gerettet; in demselben Jahr waren nicht einmal 1000 Euro für die Reparatur einer Scheibe in der Kasse. Und nun eine eigene Immobilie samt Personal? Das sollten sich die guten Geister im Jerusalem sehr gut überlegen. So ein Lebenshaus wird schnell lebensgefährlich für das ganze Konstrukt und den Förderverein, wenn man Jahr für Jahr 165 000 Euro Spenden zusammenkratzen muss.

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