Grossenaspe : Das Handy rückt in den Hintergrund: Jetzt wird gefilmt!

Lia Voigt (16, hinten) und Sandra Biskop (16) sind oft früh am Morgen am Wolfsgehege, um eine gute Einstellung zu bekommen.
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Lia Voigt (16, hinten) und Sandra Biskop (16) sind oft früh am Morgen am Wolfsgehege, um eine gute Einstellung zu bekommen.

Das Green-Screen-Jugendfilmcamp ist im Wildpark Eekholt zu Gast.

shz.de von
26. Juli 2018, 12:00 Uhr

Grossenaspe | Was macht die Faszination von Greifvögeln aus? Was ist dran am „Mythos Wolf“? Wie sieht das Leben der Fischotter aus und welche freilebenden Tiere gibt es im Wildpark? Das versuchen die 15 Teilnehmer des Green-Screen-Jugendfilmcamps in der Projektwoche herauszufinden, und zwar im Wildpark Eekholt bei Großenaspe.

Während der fünf Tage beschäftigen sich die Schüler im Alter von 13 bis 18 Jahren in vier Gruppen mit ihren selbst gewählten Themen und lernen die Filmarbeit vom Drehbuchschreiben übers Filmen und Vertonen bis hin zum Schneiden der Filme kennen. Unterstützt werden sie dabei von Udo A. Zimmermann, ehemaliger Redaktionsleiter von „Natur und Tier“ beim Bayerischen Rundfunk, und der Naturpädagogin Ute Kröger vom Wildpark Eekholt sowie den beiden Teamerinnen Martina Krivy und Lena Meier. Ziel dieses Jugendfilmcamps ist es, die jungen Menschen für die Natur und den Naturschutz zu sensibilisieren.

Doch das ist nicht der einzige Aspekt. In dem Camp kommen Jugendliche aus ganz Norddeutschland zusammen, die sich vorher nicht kannten. Während dieser Woche müssen sie 24 Stunden miteinander auskommen, das heißt zusammen arbeiten, wohnen und essen. Das erfordert Teamgeist und ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz. Auch hier stellen die Veranstalter immer wieder eine bemerkenswerte Entwicklung der jungen Leute fest. „Wir haben in diesem Jahr Gruppen, die sich sehr gut zusammengefunden haben“, so Ute Kröger. „Es ist auch schön zu sehen, mit welcher Begeisterung und welchem Engagement die Teilnehmer dabei sind und gemeinsam an ihrem Projekt arbeiten. Am ersten Tag war das Handy noch wichtig, dann rückte das Projekt in den Vordergrund. Wirklich toll.“ Anstrengend, aber interessant finden die „Wolfsmädchen“ ihre Projektarbeit. „Also, wir haben wirklich kaum Zeit und stehen zum Teil um vier Uhr morgens auf. In fünf Tagen so einen Film fertigzustellen, ist schon sportlich“, da sind sich die vier Teilnehmerinnen einig. Am Freitag ist der große Tag, dann werden die Ergebnisse im Wildpark vor Eltern und Geschwistern präsentiert. Unterstützt wird das seit zehn Jahren im Wildpark Eekholt stattfindende Jugendfilmcamp vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein und vom Projekt „mach Grün“.

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