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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 00:56 Uhr

Nordbau : Das große Wienern vor dem Start

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Heute geht es los, aber gestern war es auf dem Nordbau-Gelände noch einmal hektisch. Disziplin beim Aufbau ist Pflicht für alle.

von
erstellt am 10.Sep.2014 | 06:30 Uhr

Neumünster | Gestern Morgen kurz nach 10 Uhr auf dem Außengelände der Holstenhallen: Vor den Zufahrten an der Max-Eyth-Straße bildeten sich lange Schlangen. Dutzende von Lieferwagen und Kleinlastern mit frisch lackierten Kleinmaschinen auf der Pritsche wollten aufs Messegelände. Die Zeit drängte: nur noch 24 Stunden bis zum Start der 59. Nordbau.

Ulf Harder, Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, die die fünf Messezufahrten kontrollierte, blieb dennoch die Ruhe selbst. Geduldig, erklärte er dem Fahrer eines schweren Sattelschleppers mit einem gigantischen Betonrüttler auf der Ladefläche den günstigsten Weg zu dessen Messestand, während er gleichzeitig den nächsten Lieferwagen durchs Tor winkte. Jeder Fahrer, der hier vorbeifuhr, musste 25 Euro Pfand hinterlegen. Das Geld war weg, wenn das Fahrzeug nicht spätestens nach zwei Stunden wieder herunter war vom Gelände, die schweren Laster spätestens nach vier Stunden.

Murren über diese strenge Regel gab es nur bei den Anfängern. Thomas Röpcke, Spediteur aus Hitzhusen, kannte das Verfahren auch von anderen Messen. „Das ist durchaus üblich und auch notwendig, um das Tempo zu halten“, sagte Röpcke, der seit dem frühen Morgen für eine Elmshorner Kabelverlegefirma auspackte. Praktisch alles, was zu einem erfolgreichen Messestand dazugehörte, wurde abgeladen – von den aufpolierten Ausstellungsstücken über den Prospektständer bis hin zum Barhocker und der Kaffeemaschine für das Kundengespräch. „Wenn alle gleichzeitig auspacken, geht es nicht ohne gegenseitige Rücksichtnahme“, unterstrich der erfahrene Messebetreuer und deutete auf die laufenden Rangiermanöver neben seinem Lkw. Der Appell leuchtet e ein: Allein seit Montagmorgen bis gestern Abend 19 Uhr – dann war auf dem Messegelände Schluss für die großen Anlieferer – dürften etwa 1800 bis 2000 Transporter, Kleinlaster und Sattelschlepper das Messegelände angesteuert und wieder verlassen haben.

Vergleichsweise gelassen schaute man gestern von den Messepavillons der großen Baumaschinenhersteller auf das emsige Treiben in den Messestraßen. Rainer Giebelstein , Servicetechniker des Baumaschinenherstellers Zeppelin, hatte seine tonnenschweren PS -Bolliden, ähnlich wie die Konkurrenz nebenan, bereits in der vergangenen Woche anrollen und auf dem vorbereiteten Schotterbett im Außengelände platzieren lassen. Gestern konzentrierte er sich mit seinen Messeteam vor allem darauf, die 16 schweren Radlader, Bagger und Baumaschinen auf Hochglanz zu trimmen. Während Giebelstein die Maschinen auf letzte Lackschäden untersuchte, polierten Kollegen die glänzenden Stahlflächen oder besprühten die mannshohen Reifen sorgfältig mit Silikonspray. Wenn heute früh die ersten Kunden anrücken, soll alles wie aus dem Katalog aussehen. Techniker Giebelstein freute sich nicht nur wegen der Kundengespräche auf die 59. Nordbau: „Das ist hier auch immer glänzende Gelegenheit zu gucken, was die Konkurenz so macht!“
 

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