Ende der Baustelle : Das Gerüst ist Geschichte – wieder freier Blick auf das Rathaus

Alfred Thedens (von links), Dennis Andresen, Kolonnenführer Matthias Korn und Marc Süper von der Gerüstbaufirma Ebsen montierten gestern Vormittag den letzten Gitterträger ab.
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Alfred Thedens (von links), Dennis Andresen, Kolonnenführer Matthias Korn und Marc Süper von der Gerüstbaufirma Ebsen montierten gestern Vormittag den letzten Gitterträger ab.

Fast elf Monate war das historische Rathaus für die Sanierung der Dachlaterne eingerüstet.

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29. Januar 2015, 05:30 Uhr

Neumünster | Fast elf Monate war das historische Rathaus für die Sanierung der Dachlaterne eingerüstet. Jetzt ist der Blick auf Neumünsters Wahrzeichen wieder frei und ungetrübt. Arbeiter der Büdelsdorfer Gerüstbaufirma Ebsen montierten gestern die letzten Gerüstträger ab.

Damit endet eine fast unendliche Geschichte, denn ursprünglich hatten die Planer für die Sanierung der nach 115 Jahren schadhaften Rathausspitze nur etwa zehn Wochen einkalkuliert. Im März 2014 wurde das Rathausgerüst aufgebaut. Doch dann stockten die Arbeiten wegen eines Streits der Statiker um die Standsicherheit der komplizierten Konstruktion für mehrere Monate (der Courier berichtete).

Erst Mitte September wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Im Oktober fanden Handwerker dann die Reste der ursprünglichen Kupfereindeckung des Rathausdaches. Wegen des Entschlusses, diese wiederherzustellen, musste das Gerüst noch einmal aufgestockt werden.

Die in der Rathauspitze gefundene kupferne Zeitkapsel aus der Bauzeit von 1898/99 wurde um Dokumente von der Sanierung ergänzt. Dabei durfte natürlich auch ein aktueller Courier nicht fehlen.

Die Schlussrechnung für die Sanierungsarbeiten liegt noch nicht vor. „Der Streit der Statiker hat die Stadt aber keinen Cent extra gekostet“, sagte Bau-Fachdienstleiter Ralf-Joseph Schnittker. Die Stadt zahle nur für die Zeiten, in denen das Gerüst auch genutzt werden konnte.

In den kommenden Tagen müssen jetzt noch die Fahrradständer wieder eingesetzt werden, die für das Gerüst weichen mussten. „Und die Dübellöcher müssen noch geschlossen werden. Dafür ist es jetzt zu kalt“, sagte Schnittker.

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