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Holsteinischer Courier

20. Oktober 2017 | 23:47 Uhr

Rathaus : Das Gerüst bleibt ein Problem

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein Ende der Bauarbeiten ist nicht in Sicht. Für die Holstenköste müssen extra Sicherheitsmaßnahmen rund um das Neumünsteraner Rathaus geplant werden.

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Eigentlich sollte das Rathaustürmchen in diesen Tagen fertig saniert sein. Doch daran ist nicht zu denken. Immerhin: Es ist wieder Bewegung auf der Baustelle. Doch statt Zimmerleuten, die die 114 Jahre alte Dachlaterne aufarbeiten, sind wieder Gerüstbauer aktiv. Sie hatten ihre Arbeit eigentlich schon Ende März beendet.

Doch die Statik des Gerüstes ist nicht ausreichend. Der externe Prüfingenieur Christian Groth hat das Gerüst noch nicht für die Handwerker freigegeben. Anfang Mai sagte er gegenüber dem Courier: „Es gab eklatante Mängel bei der Bauausführung.“ Im schlimmsten Fall hätte das Gerüst sogar einstürzen können. Handwerker mit Baumaterialien dürfen deshalb noch nicht auf die Baustelle.

Als Sofortmaßnahme wurden deshalb zusätzliche Diagonalverstrebungen eingebaut. In den vergangenen Tagen wurden vom Rathausinnenhof aus zusätzliche Gerüstbauteile montiert, bestätigt Stadtsprecher Stephan Beitz. Der städtische Hochbauleiter Berthold Heitker war zu keiner Stellungnahme mehr bereit. Die Frage, wie stark die Kosten durch die Verzögerung steigen, blieb unbeantwortet. Die Miete für das Baugerüst basiert auf einem Wochenpreis je Quadratmeter. Die reinen Sanierungskosten (ohne Gerüst) liegen bei 40 000 Euro.

Außer den steigenden Kosten gibt es noch weitere Konsequenzen: „Weil das Gerüst – anders als geplant – noch zur Holstenköste (12. bis 15 Juni) stehen wird, muss die Stadt Schutzmaßnahmen ergreifen“, erklärt Groth. Beispielsweise sollen Bauzäune das Gerüst vor Randalierern schützen.

Bis wann die Bauarbeiten abgeschlossen sein werden, will keiner der Verantwortlichen prognostizieren. Prüfingenieur Groth war kürzlich auf dem Gerüst und sagt dazu nur: „Die aktuellen Nachbesserungsarbeiten werden nicht die letzten gewesen sein.“

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