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Lokschuppen : Das Gelände hat wieder einen Gleisanschluss

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mitglieder des Vereins „Kulturlokschuppen“ legten etwa 50 Meter Schienen. Erste Loks sollen demnächst in die Halle rollen.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Neumünster | Schon in ein paar Wochen könnten die ersten Züge rollen: Der Lokschuppen an der Brückenstraße hat wieder einen Gleisanschluss. Die 25 Mitglieder des Vereins „Kulturlokschuppen“ setzten unter fachkundiger Anleitung eines Gleisbauexperten jetzt rund 50 Meter Schienen wieder instand. Die Bau-Abnahme des neuen Stückes sowie der historischen Drehscheibe auf dem Gelände des Lokschuppens soll bis Ende des Monats erfolgen.

„Die Schienen und Schwellen waren noch vorhanden. Die Maschinen haben wir geliehen“, sagt Vereinsmitglied Jens Paulsen. Das frostfreie Wetter der vergangenen Wochen kam den Mitgliedern entgegen. „Die Sanierung ging schneller als erwartet“, sagt Vereinskollege Werner Hansen. Der Gleisanschluss war von der Bahn nach dem Aus des DB-Museums 2010 gekappt worden. Es gibt nun wieder Interessenten, die den Lokschuppen als Ausstellungsort für moderne und historische Schienenfahrzeuge nutzen wollen.

Sorgen bereitet dem Verein noch der Anschluss der Betriebsgebäude ans Stromnetz. Die Stromverbindung unter den Hauptgleisen zum DB-Ausbesserungswerk sei marode und nicht mehr nutzbar. Der Stromvertrag mit der Bahn läuft zudem Ende des Jahres aus. Anfragen bei den Stadtwerken und der SH-Netz AG haben ergeben, dass ein Stromanschluss über ein neuverlegtes Erdkabel von der Rendsburger Straße möglich sei. Hierfür müsste aber die Kreuzung geöffnet werden. Die Kosten summieren sich dann auf einen sechsstelligen Bereich. „Wir hoffen hier auf Unterstützung von der Stadt, die sich sehr für unsere Arbeit interessiert“, sagt Paulsen.

Der ursprüngliche Lokschuppen entstand um 1900, wurde aber im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und nach 1945 mit einer Drehscheibe und Platz für 22 Lokomotiven wieder aufgebaut. Die Rendsburger Eisenbahnfreunde als Betreiber mussten 2010 ihr langjähriges Domizil verlassen.

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