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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 05:13 Uhr

Stadtbücherei : Das Geheimnis der Klostergruft

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Antje Erdmann-Degenhardt las aus ihrem neuesten Roman vor.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2016 | 09:30 Uhr

Neumünster | Wenn Antje Erdmann-Degenhardt (71) eine Lesung gibt, verspricht das einen vergnüglichen und informativen Abend. „Das Geheimnis der Klostergruft – ein mörderischer Roman aus Schleswig-Holstein“ ist das 33. Buch der pensionierten Amtsrichterin aus Neumünster. Am Mittwochabend stellte die Autorin es vor 40 Besuchern in der Stadtbücherei vor.

„Statt Sex and Crime geht es um History and Crime“, schilderte die Heimatforscherin das Genre schelmisch. Die Kennerin der Landesgeschichte hat bisher überwiegend landeskundliche Werke verfasst, und auch in diesem Buch geht es ihr um die Historie. Die fiktive Krimihandlung rund um die Bordesholmer Klosterkirche dient als attraktive Staffage, wichtig ist der Autorin etwas anderes: „Ich möchte die hochinteressante Geschichte Bordesholms schildern, das Mitte des 19. Jahrhunderts ein künstlerisches Zentrum war. Es sollte kein rein historisches Werk werden, sondern ist für Leser gedacht, die sonst kein Geschichtsbuch in die Hand nehmen.“

Ein toter Küster wird in den 1970er- Jahren im Bordesholmer See schwimmend aufgefunden, und die Witwe bittet die Rechtsanwältin Dr. Dorothea Oldekop, Nachforschungen anzustellen. Bei ihren Recherchen erfährt der Leser eine Menge über Bordesholms Vergangenheit, unter anderem über grausame Hexenverbrennungen und die versteckten Gebeine des Mönchs Vicelin, den Gründer Neumünsters.

Die Juristin hat ausgiebig recherchiert, dem Roman sind mehrere Seiten Quellenangaben angehängt. Nach der etwa einstündigen Lesung konnten die interessierten Besucher Fragen stellen, die die Autorin mit einem fast uferlosem Faktenwissen beantwortete und in ihrer frischen Art frei von der Leber kommentierte.

„Das war ein lebhafter, sehr profunder Vortrag. Mir hat der Schwung und die Vitalität des Vortrags gefallen, außerdem natürlich die Lokalgeschichte“, sagte Besucherin Hanna Paul. Nach der Lesung standen viele Geschichts-Fans Schlange, um ein signiertes Exemplar zu erwerben.

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