OB-Wahlkampf : Das erste Treffen: Angriffsstimmung gab es nicht

Marianne Lingelbach von den Staatsbürgerinnen sitzt zwischen den Kandidaten Elke Christina Roeder und Olaf Tauras. Als Puffer wäre das nicht nötig gewesen, denn es blieb ausgesprochen friedlich.
Marianne Lingelbach von den Staatsbürgerinnen sitzt zwischen den Kandidaten Elke Christina Roeder und Olaf Tauras. Als Puffer wäre das nicht nötig gewesen, denn es blieb ausgesprochen friedlich.

Elke Christina Roeder und Dr. Olaf Tauras diskutierten bei den Staatsbürgerinnen miteinander.

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11. Januar 2015, 07:00 Uhr

Neumünster | Es war kurz- und schmerzlos: Nach einer Stunde war die Fragestunde vorbei, und die beiden Oberbürgermeister-Kandidaten Elke Christina Roeder und Dr. Olaf Tauras hatten sich vor gut 50 Gästen auf Einladung des Staatsbürgerinnenverbands im Ratskeller nicht weh getan.

Die Kandidaten stellten sich kurz vor. Sozialdemokratin Elke Christina Roeder (48), Bankkauffrau, Juristin, zuletzt Bürgermeisterin von Bad Pyrmont, nannte Bildung sowie Familie und Beruf als wichtige Themen, wollte aber ansonsten dem Neujahrsempfang der SPD am 15. Januar nicht vorgreifen. Tauras (47, parteilos, unterstützt von CDU, FDP und Grünen) nannte als seine wichtigsten Themen Wirtschaft, Finanzen und Bildung (siehe auch Artikel rechts).

In einem Frage-Antwort-Spiel sagte Roeder, sie empfinde Neumünster als „fantastische, grüne Stadt“ mit viel Potenzial. Erschrocken sei sie über die hohe Arbeitslosenzahl und den hohen Krankenstand in der Stadtverwaltung. Als Verwaltungschefin wolle sie da sehr genau hinschauen. „Viele Kranke sind ein riesengroßes Alarmzeichen. Auch ein Personalentwicklungskonzept ist im Rathaus dringend nötig“, sagte sie. Als sie nach ihrem Familienstand gefragt wurde, sagte sie, sie habe sich aus verschiedenen Gründen für die Karriere und gegen Kinder entschieden, und: „Ich habe noch einen Ehemann, aber... ja!“

Tauras sagte, er nehme den Krankenstand sehr ernst und habe ein betriebliches Gesundheitsmanagement installiert. Zum Thema Großflecken sagte er, er wolle die Querung für Fußgänger verbessern. „Wenn wir das Tempo der Autos senken können, brauchen wir dafür vielleicht auch keine Ampeln.“

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