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Heidmühlen : Das Dreschfest war ein voller Erfolg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 4500 Besuchern kamen am Wochenende nach Heidmühlen und bewunderten die oft schwere Arbeit mit den alten Maschinen.

Heidmühlen | Es ratterte, klapperte und knatterte. Doch den rund 4500 Besuchern, die am Wochenende das große Dreschfest in Heidmühlen besuchten, klang das wie Musik in den Ohren. Zum sechsten Mal hatte die Dreschgemeinschaft dieses bunte Spektakel rund um die Landwirtschaft „wie zu Großvaters Zeiten“ auf der Festwiese an der Wahlstedter Straße organisiert.

Im Einsatz zu bestaunen waren hier neben der historischen Hummel-Dreschmaschine, Windfegen, Kornmühlen und Strohhächsler sowie unzählige weitere alte Gerätschaften. Außerdem hatten sich rund 250 Agrar-Nostalgiker aus dem gesamten norddeutschen Raum mit ihren alten Schleppern auf den Weg nach Heidmühlen gemacht.
Wolfgang Streich war zum Beispiel mit seinem Güldner ADN 8 (Baujahr 1954) aus Großenaspe „angetuckert“. „Wir sind derselbe Jahrgang. Deshalb lässt er mich auch nicht Stich“, erklärte der 60-Jährige schmunzelnd. Treckerfan und Großenasper Pastor Jan-Peter Dau-Schmidt, der gestern Morgen auch einen plattdeutschen Gottesdienst auf dem Gelände hielt, begeisterte sich dagegen für seinen „Pampa“, einen argentinischen Lizenzbau der Marke Lanz-Bulldog aus den 50er-Jahren. „Unter unseren 134 Mitgliedern geht der Trend mittlerweile eindeutig zum Zweittrecker“, verriet dazu der Vorsitzende der Dreschgemeinschaft, Jens Ihben (49), lachend.

Aber auch die Besucher waren von dem großen Aufgebot begeistert, und beim Anblick der „Oldies“ wurde natürlich so manche Erinnerung wach. „Als Kind bin ich oft auf dem Trecker eines Nachbarn mitgefahren. Das war immer ein Abenteuer“, erzählte zum Beispiel Elke Ahrens (65) aus Kattendorf (Kreis Segeberg).

Für Marianne Hausdorf (64) aus Neumünster war es dagegen ein Spaß, ihrem Enkel Tom einmal zeigen zu können, wie das früher so war. „Wir haben selbst Kartoffeln gerodet und Mais geerntet“, berichtete der Siebjährige voller Stolz.

Zum Programm des Dreschfestes gehörten aber auch das Torfpressen und Buschhacken sowie eine Ausstellung alter Haushaltsgeräte. Die örtliche Jagdgemeinschaft und die Freiwillige Feuerwehr waren vor Ort. Aufgebaut war außerdem ein großer Kinderflohmarkt, und die Heidmühlener Reiter zeigten mit spannenden Vorführungen ihr Können. Und für eine reichhaltige Auswahl an Kuchen und Torten hatten die Heidmühlener Landfrauen aufs Beste gesorgt. „Das ist alles so toll organisiert. Es ist super hier“, lobte dann auch Andrea Spoon (52) aus Bad Bramstedt die Veranstaltung.

Ein positives Resümee zog ebenfalls Jens Ihben. „Das war ein rundum gelungenes Fest. Das Dorf zieht ja bei solchen Sachen immer an einem Strang. Aber hier haben sich für diesen Tagen mehr als 250 Leute engagiert. Das ist schon etwas Besonders“, erklärte er zufrieden. Ihben stellte deshalb in Aussicht, dass es in zwei Jahren wohl wieder ein großes Dreschfest in Heidmühlen geben werde.

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erstellt am 24.Aug.2015 | 15:00 Uhr

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