zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 20:49 Uhr

Video : Das Courier-Haus verschwindet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bald steht kein Stein mehr auf dem anderen. Wenn die Abrissarbeiten weiter reibungslos laufen, kann die Straße Am Teich schon am 26. Mai wieder geöffnet werden.

Neumünster | Die Tage des Courier-Hauses sind gezählt: Seit gestern ist die Fassade am Gänsemarkt weggerissen. Die Arbeiten gehen schneller voran als gedacht. „Wenn nichts dazwischen kommt, können wir die Straße Am Teich schon am kommenden Montag wieder freigegeben“, sagte ECE-Bauleiter Georg Monheim. Offiziell ist die Sperrung bis zum 28. Mai geplant.

Unentwegt arbeiten sich die Bagger voran. Das Gebäude der Dresdner Bank wurde dem Erdboden gleichgemacht. Innerhalb von fünf Stunden war dann auch die Fassade des Courier-Hauses zum Gänsemarkt hin verschwunden. Es ist das letzte Gebäude, das noch in der ersten Reihe zum Teich hin steht.

Ein Video von Courier-Fotograf Joachim Krüger zeigt den Abriss-Fortschritt:

Die Maschinen reißen Wände ein, als wären sie aus Pappe. Fenster bersten, die Scherben klirren. Ab und an fordert eine versteckte Stahlkonstruktion die Abrissarbeiter heraus. „Aber irgendwann kriegen wir jedes Gebäude klein“, erklärt Baggerfahrer Thomas Kuschel. Der 39-Jährige aus Kiel hat schon viele Häuser abgerissen. Die Wehmut hält sich bei ihm in Grenzen. „Das ist eben mein Job“, erklärt er nüchtern. Anders ist das bei vielen der zahlreichen Schaulustigen, die sich über den ganzen Tag verstreut an der Baustelle versammelten.

Dass die Gebäude am Teich und am Gänsemarkt so viel schneller fallen als zuvor das Sager-Viertel, liegt an der Absperrung. „Wegen der Sperrung von Am Teich und am Gänsemarkt haben wir Platz. Darum müssen wir nicht so sehr auf Passanten und Autos aufpassen und können einfach Wände umkippen“, sagt Bauleiter Monheim.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 20.Mai.2014 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen