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Boostedt : Das „Bibel-Geheimnis“ konnte gelüftet werden

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Erich Rupnow (75) traf zwei Nachfahren von Margarethe Meßtorff.

von
erstellt am 16.Okt.2015 | 15:00 Uhr

Boostedt | Gesucht und gefunden: Vor einigen Wochen wendete sich der Boostedter Erich Rupnow (75) an den Courier, um Nachfahren einer Margarethe Meßtorff zu finden, deren (vermutliche) Konfirmationsbibel aus dem Jahr 1880 sich in seinem Besitz befindet. Zwei Verwandte der Margarethe Meßtorff meldeten sich.

Denn durch Recherchen des Couriers sowie den Artikel nahmen sowohl Hans-Uwe Messtorff (88, Cousin 2. Grades von Margarethe Meßtorff) als auch der Nachlasshüter von Gretel Meßtorff, (einer Cousine von Hans-Uwe Messtorffs Mutter Ilse) Hans-Friedrich „Fiete“ Rowedder (79), mit Rupnow Kontakt auf.

„Von da an wurde es immer spannender. Denn in den Unterlagen von Herrn Rowedder fand sich ein Stammbaum, der die Zugehörigkeit der Margarethe zur weitverzweigten Familie Meßtorff bestätigte“, erzählte Erich Rupnow beim Treffen der drei „Ahnenforscher“. „Ich bin echt von den Socken, wie interessant sich das alles entwickelt hat. Aber freuen soll sich natürlich Herr Messtorff“, erklärte er.

Für Hans-Uwe Messtorf war es eine Überraschung, Hans-Friedrich Rowedder zu treffen. Denn obwohl beide aus bekannten Neumünsteraner Tuchmacherfamilien stammen, waren sie sich bisher nicht begegnet. „Aus Erzählungen kenne ich den Fiete seit zig Jahren. Dass wir uns nun treffen, ist schon toll“, freute sich der Nachfahre, der aus Wuppertal angereist war.

Mittlerweile seien die Meßtorffs (oder Messtorffs) in alle Welt verstreut. Aber da es den Namen nur einmal gebe, sei man irgendwie immer irgendwie verwandt“, berichtete er. „Besonders großen Anteil an der weitläufigen Verwandtschaft hatte dabei der Erbauer der Christianfabrik an der heutigen Christianstraße. Denn dieser hatte allein 17 Kinder“, wusste der gebürtige Neumünsteraner. Auch für Hans-Friedrich Rowedder war das Treffen spannend. Denn nach dem Tod der Familienfreundin Gretel Meßtorff vor einigen Jahren nahm er aus deren Nachlass umfangreiche Aufzeichnungen in Verwahrung. „Die direkten Verwandten hatten kein Interesse daran. Aber ich bin sehr geschichtsinteressiert. Deshalb habe ich sie aufgehoben. Allerdings wusste ich bisher nicht, wohin damit. Jetzt bekommt das Ganze natürlich einen eigenen Reiz“, erklärte er.

Im Nachgang zum Treffen haben sich die beiden Tuchmacher schließlich noch einmal getroffen, um sich eingehend mit den Unterlagen zu beschäftigen. Die Bibel, mit der dieses kleine historische Abenteuer begann, bleibt jedoch im Besitz von Erich Rupnow. Diese möchte er, bei Interesse, der Landesbibliothek in Kiel zur Verfügung stellen.

 



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