Bornhöved : Das Amt hinkt hinterher

Amtsvorsteher Knut Hamann bedankte sich bei der Bornhövederin Elisabeth Hauschildt, die sechs Jahre lang als Gleichstellungsbeauftragte im Amt gearbeitet hat. Jetzt zieht sie sich aus beruflichen und zeitlichen Gründen zurück.
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Amtsvorsteher Knut Hamann bedankte sich bei der Bornhövederin Elisabeth Hauschildt, die sechs Jahre lang als Gleichstellungsbeauftragte im Amt gearbeitet hat. Jetzt zieht sie sich aus beruflichen und zeitlichen Gründen zurück.

Amt Bornhöved braucht externe Hilfe. Haushalte wurden seit 2011 nicht endgültig verabschiedet.

shz.de von
16. Dezember 2015, 17:50 Uhr

Bornhöved | Hinter den Kulissen in der Bornhöveder Amtsverwaltung, die ihren Sitz in Trappenkamp hat, brodelt es. Grund dafür ist die seit 2011 laufende und noch nicht abgeschlossene Erstellung der Eröffnungsbilanzen für die acht Amtsgemeinden. Die sind durch die Umstellung der Finanzbuchhaltung auf die sogenannte Doppik erforderlich. Dadurch können seit 2011 die Haushalte nicht endgültig verabschiedet werden. Jetzt droht die Kommunalaufsicht mit Repressalien.

Die Kröte wollen die Gemeinden nicht schlucken. „Uns droht die Zwangsverwaltung durch den Kreis, wenn wir unseren Verpflichtungen nicht nachkommen“, erklärte der Bornhöveder Finanzchef Dr. Arne Albertsen Dienstag in einer Beratung des Bornhöveder Amtsausschusses in Damsdorf. Was Gemeinde- und Amtsvertreter wissen, ist, dass die Aufarbeitung der Daten und besonders die Vermögenserfassung und Bewertung kompliziert und aufwändig sind. „Wir haben das unterschätzt“, gestand der Leitende Verwaltungsbeamte Dirk-Peter Bünn ein. Außerdem hatten Krankenstände die Aufarbeitung gebremst. Wie Albertsen hoffen auch die anderen Vertreter der Amtsgemeinden, dass mit einem klaren Zeitplan und Zielvereinbarungen auch die Kommunalaufsicht bereit ist, die aktuellen Haushaltsentwürfe zu genehmigen und von Sanktionen abzusehen. Um eine zeitnahe Erledigung zu erreichen und auch die Verwaltung zu entlasten, soll hierfür externe Hilfe von spezialisierten Unternehmen eingeholt werden. „Das ist sinnvoll“, bestätigte Amtsvorsteher Knut Hamann. Denn im kommenden Jahr kommen mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge und der Digitalisierung von Archivdaten aus dem Standesamt auch noch neue Aufgaben auf die Verwaltung zu.

Unsicherheiten bestehen zurzeit über die Höhe der Amtsumlage im kommenden Jahr. Wie der Finanzausschussvorsitzende Dr. Arne Albertsen ankündigte, kann der aktuelle Umlagesatz von 19,43 Prozentpunkten voraussichtlich nicht gehalten werden. Grund hierfür ist zunächst die Aufkündigung des Verwaltungsvertrages zwischen dem Schulverband Sventana und der Verwaltung des Amtes Bornhöved. „Dadurch fehlen etwa 180 000 Euro in der Kasse“, erklärte Albertsen. Bei einem Volumen von rund drei Millionen Euro könnte sich ein Fehlbetrag von knapp 48 000 Euro ergeben. Dadurch könnte die Amtsumlage auf 21,4 Prozentpunkte steigen.

Außerdem wurde in der Sitzung die bisherige Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Elisabeth Hauschildt aus Bornhöved nach sechs Jahren ehrenamtlicher Arbeit von Knut Hamann verabschiedet. Hauschildt hat das Amt aus beruflichen und zeitlichen Gründen abgegeben. Der Posten wird ausgeschrieben.

Ein weiteres Dankeschön kam von Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille an den Trappenkamper Bernd Wedel für zehn Jahre aktive Mitarbeit in der Gemeindevertretung und Ausschüssen. Krille bedankte sich mit einer Urkunde und einer „Trappenkamper Uhr“.

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