Rendswühren : Damwild gerissen: War es ein Wolf?

Sikawild, Rotwild und Wildschweine leben hinter den Zäunen im Gehege von Christian Rahe. Sonnabend wurde der Frieden durch einen wildernden Hund oder möglicherweise einen Wolf getrübt.
Sikawild, Rotwild und Wildschweine leben hinter den Zäunen im Gehege von Christian Rahe. Sonnabend wurde der Frieden durch einen wildernden Hund oder möglicherweise einen Wolf getrübt.

Das tote Tier wird jetzt untersucht. Ein Wolfsbetreuer war zufällig vor Ort.

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09. Mai 2017, 08:30 Uhr

Rendswühren | In der Gemeinde Rendswühren wurde ein Stück Damwild in einem Gehege gerissen. Ob es ein Wolf war, der am Sonnabendmorgen im Gehege von Christian Rahe das Tier getötet hat oder ein großer wildernder Hund in das Wildgehege eingedrungen ist, das konnten weder Wildgehegebetreiber Christian Rahe noch der zufällig vor Ort befindliche Wolfsbetreuer Marcel Zickermann aus den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten bestätigen.

Während Christian Rahe und seine Frau Kirsten Voß-Rahe auf dem nahe gelegenen Hof Viehbrook den Schleswig-Holsteinischen Landesverband für landwirtschaftliche Wildtierhaltung zu dessen Jahresversammlung begrüßten, entdeckte Rahes Vater Gerhard am äußersten Ende des Geheges einige aufgeregt herumflatternde Kolkraben. Die hatten sich über ein frisch getötetes weibliches Stück Damwild hergemacht.

Aufgrund des sogenannten Rissbildes mit herausgerissener Kehle könnte neben einem größeren wildernden Hund auch ein Wolf infrage kommen, hieß es. Zur weiteren Untersuchung wurde das gerissene Damwild ins Landeslabor nach Neumünster gebracht.

Eigentlich wollten die Verbandsmitglieder neben der Jahresversammlung gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bundeswildhalterverbandes und dem ehemaligen Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke ein neues Wildschweingehege auf der Anlage von Christian Rahe einweihen. Nun bestimmte zunächst das getötete Dammwild die Runde. Erst am 6. März wurde im Kreis Herzogtum Lauenburg ein Wolf überfahren. Christian Rahe zeigte sich allerdings eher interessiert als beunruhigt. Ob es wirklich ein Wolf gewesen sein kann, müsste erst einmal über die Untersuchung nachgewiesen werden. Das Thema Wolf müsse ernst genommen werden, hieß es aus den Reihen der Wildtierhalter.

Während der Sitzung des Landesverbandes wurden der stellvertretende Vorsitzende Hans-Heinrich Wagner und Karl Heinz Rolfing wiedergewählt. Marcel Zickermann wurde zum Kassenprüfer bestellt. 

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