Neumünster : Dänische Klänge in der Vicelinkirche

Mit kräftigen Stimmen und dänischer Choralmusik begeisterte der 40-köpfige Knaben- und Männerchor der Frauenkirche in Assens das Publikum.
Mit kräftigen Stimmen und dänischer Choralmusik begeisterte der 40-köpfige Knaben- und Männerchor der Frauenkirche in Assens das Publikum.

Konzert der Sängerknaben der Frauenkirche in Assens begeistert die Besucher

shz.de von
06. Juli 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | Sie wollen die Verbindungen und Gemeinsamkeiten zwischen Dänemark und Deutschland veranschaulichen. Der dänische Knaben- und Männerchor der Frauenkirche in Assens tourt durch Norddeutschland und hat auch in der Vicelinkirche halt gemacht.

Das Konzert war gut besucht: Ungefähr 60 Interessierte fanden sich im Kirchenschiff ein, um den jungen Sängern zu lauschen. Das Programm bot ein breites Spektrum mit Musik aus fünf Jahrhunderten.

Es waren vor allem deutsche und dänische Komponisten wie Hans Leo Haßler und Bjørn Hjelmborg vertreten. Neben klassischer europäischer Chormusik und Kirchenliedern sangen die 40 Sänger auch dänische Frühlings- und Sommerlieder. Das fröhliche „Det er i dag et vejr“, was so viel bedeutet wie „Das ist heute ein Wetter, ein Sonnenschein“, passte wunderbar zu den sommerlichen Temperaturen und lockerte das kirchliche Musikprogramm auf.

Aus 20 Knaben- und 20 Männerstimmen besteht der älteste Knabenchor Dänemarks. Die Sopranstimmen der Jungs kontrastierten wunderbar mit den tiefen Männerstimmen und waren keinesfalls zu „piepsig“. In Alessandro Scarlattis „Exultate Deo Psalm 81“ beeindruckte der hohe, aber kräftige Einstieg der Knaben besonders. Auch den Tempowechsel meisterten sie mit Bravour.

Die Zuschauer waren sichtlich angetan. Einige filmten das Konzert sogar mit ihren Smartphones, was in einer Kirche ein eher ungewöhnlicher Anblick ist.

Auch Dirigent Finn Pedersen hatte Freude am Auftritt. „Mich erinnert diese Kirche hier an den Dom in Kopenhagen, ein fantastischer Raum für Chormusik“, schwärmt er. Sie fühlten sich heimisch in der Vicelinkirche, und wo er schon beim Thema Heimat sei, könnten sie ja auch gleich noch die inoffizielle Nationalhymne Dänemarks singen. „I Danmark er jeg født“ („In Dänemark bin ich geboren“) stammt von keinem geringeren als Hans Christian Andersen, dessen Märchen sich auch südlich der deutsch-dänischen Grenze Grenze großer Beliebtheit erfreuen. Hier zeigte sich die Verbindung der beiden Nachbarländer vielleicht auch am deutlichsten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen