Cumerveldhus: Eine Kameraüberwachung stößt auf Kritik

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04. März 2014, 10:51 Uhr

Aufgrund der sieben Einbrüche im Cumerveldhus, die mittlerweile eine Schadenshöhe von rund 20 000 Euro verursacht haben, beriet der Bau-, Wege- und Umweltausschuss von Groß Kummerfeld über Sicherungsmaßnahmen an gemeindeeigenen Gebäuden.

Eine Videoüberwachung wurde vorgeschlagen, doch da gab es Bedenken. Zu beachten sei bei einer solchen Maßnahme vor allem die Sensibilität der Daten und die genaue Festlegung der beobachten Bereiche, damit sich niemand ausspioniert vorkomme, hieß es aus dem Ausschuss. Angezweifelt wurde außerdem die abschreckende Wirkung einer Kameraüberwachung. „Die Einbrecher halten die Kästen vielleicht für Attrappen. Und wenn nicht, sind die doch schnell mit Farbe zugesprüht oder sonstwie außer Kraft gesetzt“, lautete hier die Kritik.

Alternativ sollen nun Angebote zu einer optisch-akustischen Lösung eingeholt werden. Wenn eine Sirene angehe und das Haus hell angestrahlt werde, habe das sicher ein größeres Abschreckungspotenzial, hieß es im Ausschuss.

Endlich in Angriff genommen werden soll jetzt die Verbesserung der Akustik im Cumerveldhus. Dafür wurden 27 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Gleichzeitig soll auch die Beleuchtung der Räume freundlicher gestaltet werden.

Noch einmal verschoben wurde dagegen die Entscheidung über die Installation einer sensorgesteuerten Lüftungsanlage im Feuerwehrhaus Willingrade. Feuchtigkeit durch fehlende Luftzirkulation hatte hier zu massiver Schimmelbildung geführt.

Seit Oktober ist jetzt ein mobiler Umlufttrockner im Einsatz. Dieser kostet etwa 500 Euro und erzielt gute Ergebnisse, muss jedoch regelmäßig gewartet werden. Eine komplette Lüftungsanlage würde zwischen 6000 und 8000 Euro kosten.

„Das ist, wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Eine kleine Lösung mit zwei, drei mobilen Geräten bringt uns genauso viel und erspart uns auch Ärger mit dem Gesundheitsamt, wenn durch die Anlage Keime verbreitet werden“, argumentierte Thomas Ohm (CDU).


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