Cord Garben begeisterte 100 Zuhörer

Der Pianist Cord Garben (72) nahm das Publikum mit Musik und Geschichten gefangen.
Der Pianist Cord Garben (72) nahm das Publikum mit Musik und Geschichten gefangen.

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01. Juni 2015, 13:34 Uhr

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr wurde die Konzertreihe „Klassik in Großenaspe“, am Sonnabend nun in ihrer zweiten Saison mit einer „musikalischen Lehrstunde“ des Pianisten Cord Garben fortgesetzt.

Nach der Begrüßung durch den Initiator Ernst-Ulrich von Kameke und Bürgermeister Torsten Klinger genossen rund 100 Besucher in der Katharinenkirche den exzellenten Vortrag des Musikers, Dirigenten und langjährigen Aufnahmeleiter im Musikverlag der Deutschen Grammophon.

Der 72-Jährige hatte sein Programm unter den Titel „Begegnungen mit Bach“ gestellt. Zu hören waren neben Kompositionen aus der Feder von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) Werke von Frédéric Chopin (1810 bis 1849) und Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827). Geschickt stellte Cord Garben unter anderem Stücke von Bach und Chopin gegenüber. Darunter Bachs Präludium Nr. 11 F-Dur und Chopins Prélude Nr. 23 F-Dur. In seiner lebhaften Moderation erklärte der Künstler zudem die musikgeschichtlichen Zusammenhänge zwischen den beiden Komponisten. „Chopin war vielleicht der bedeutendste Bachverehrer. Doch dass dieser sich Wochen vor seinen eigenen Konzerten einschloss und nur Bach spielte, gehört ins Reich der Legenden“, sagte er.

Ebenfalls musikalisch erstklassig interpretiert und erzählt wurde von Garben auch die anrührende Geschichte zum „Josefinen-Thema“ der Sonate As-Dur op. 110, das auf die einzige und leider unerfüllt gebliebene Liebesbeziehung im Leben Ludwig van Beethovens zurückgeht.

Am Ende gab es dann für diese großartige, wissenserweiternde und unterhaltsame Begegnung mit Bach euphorischen Applaus. Und nur weil Cord Garben selbst mit den Worten „Was soll man danach noch spielen?“ darum bat, wurde aus den Reihen des Publikums auf eine lautstarke Zugabeforderung verzichtet.

Das nächste Konzert der Reihe „Klassik in Großenaspe“ findet am 11. Juli ab 16 Uhr in der Katharinenkirche statt. Dann präsentiert Prof. Hans Gebhard, ehemaliger Kirchenmusikdirektor der St. Nikolai-Kirche in Kiel, ein sommerliches Orgelkonzert, bei dem unter anderem Werke von Buxtehude, Kerll, Bach und Ulrich von Kameke zu hören sein werden. Der Eintritt ist frei.  




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