Faldera : Chancen auf den Bürgertreff steigen

In der ehemaligen St. Bartholomäus-Kirche am Wernershagener Weg könnte ein Bürgertreff  für Faldera entstehen. Jetzt soll   ein Konzept ausgearbeitet werden. Die Entscheidung, ob die Pläne realisiert werden,  fällt  vermutlich erst mit den Haushaltsberatungen.
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In der ehemaligen St. Bartholomäus-Kirche am Wernershagener Weg könnte ein Bürgertreff für Faldera entstehen. Jetzt soll ein Konzept ausgearbeitet werden. Die Entscheidung, ob die Pläne realisiert werden, fällt vermutlich erst mit den Haushaltsberatungen.

Beirat will jetzt ein Konzept auflegen und mit der katholischen Kirche über die Räume in der entweihten St. Bartholomäus-Kirche verhandeln

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06. Juni 2014, 06:45 Uhr

Neumünster | Falderas Stadtteilvorsteher Fred Broksema machte aus seiner Freude kein Hehl: „Das ist ein erster, wichtiger Schritt, darauf können wir aufbauen.“

Gemeint war das Signal aus der Ratsversammlung, den Falderaner Wunsch nach einem eigenen Bürgertreff im Stadtteil weiter zu unterstützen. Der Rat hatte am Dienstag zwar keinen förmlichen Beschluss gefasst, das Thema aber ohne Widerspruch in die anstehenden Haushaltsberatungen verschoben. Letztlich wird jetzt vom Konzept und den zu erwartenden Kosten abhängen, ob sich der Wunsch der Falderaner erfüllt oder nicht.

Der Stadtteilbeirat hatte vorgeschlagen, im Gemeindezentrum der ehemaligen St. Bartholomäus-Kirche am Wernershagener Weg einen Treffpunkt einzurichten, der Vereinen, Bürgerinitiativen aller Art, politischen Gremien oder privaten Feiern gleichermaßen eine neue Heimat bieten könnte. Einen entsprechenden (nicht kommerziellen) Treff gibt es im Stadtteil nicht mehr, seit die einstige Seniorenbegegnungsstätte an der Schleswiger Straße im vergangenen Jahr dem benachbarten Kindergarten zugeschlagen worden war.

Die Stadtverwaltung hat die Idee der Falderaner inzwischen wohlwollend geprüft, die katholische Kirche als Besitzer der Liegenschaft steht den Plänen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. In dem 190 Quadratmeter großen Zentrum stehen Gruppenräume, Nebenräume, Teeküche und sanitäre Anlagen zur Verfügung. Unklar ist derzeit aber, welcher Sanierungsaufwand in dem ehemaligen Gemeinderäumen anfallen würde.

Trotz der guten Grundvoraussetzungen sei das Projekt aber noch lange nicht in trockenen Tüchern, warnte Stadtteilbeirat Hans-Heinrich Voigt vor zuviel Euphorie. Es gelte jetzt, ein vernünftiges Nutzungskonzept auszuarbeiten und denkbare Kooperationen mit dem Kindergarten auszuloten, der in die ehemalige Kirche einziehen soll. Möglicherweise könne die katholische Kirche als Hausherr auch die Trägerschaft für den Bürgertreffpunkt komplett übernehmen, schlug Voigt vor. Bereits am kommenden Dienstag, 10. Juni, will sich der Beirat erstmals mit den Kirchenvertretern treffen.

Das Stadtteilfest in Faldera soll am 30. August im neugestalteten Falderapark über die Bühne gehen.

Standpunkt

 Mehr Lebensqualität für den Stadtteil

Wohl wahr, wer von der Stadt etwas will, sollte  seine Forderungen nicht gleich zu hoch schrauben, sonst läuft er  auch mit der besten Idee Gefahr, in den anstehenden Haushaltsberatungen gleich wieder ausgebremst zu werden. Was die Falderaner sich von ihrer Stadt wünschen – Unterstützung beim Aufbau eines funktionierenden Bürgertreffs – liegt allerdings eher im bescheidenen Rahmen. Ein vernünftiges Konzept vorausgesetzt, dürfte es in der Finanzberatungen schwer werden, dem oft stiefmütterlich behandelten Stadtteil seinen Wunsch zu versagen. Dies um so mehr, da der Bürgertreff im Stadtteil  tatsächlich ein erster Baustein sein könnte, das soziale Gefüge  mit  Vereinen, Nachbarschaftshilfen oder anderen Netzwerken  nachhaltig zu verbessern.

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