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Faldera : Chance für ein Familienzentrum steigt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach dem Beirat Faldera stimmt auch der Sozialausschuss für ein Familienzentrum im früheren Gemeindehaus von St. Bartholomäus.

Neumünster | Nach dem Stadtteilbeirat Faldera empfiehlt nun auch der Sozial- und Gesundheitsausschuss, bei der Nutzung des früheren Gemeindehauses von St. Bartholomäus als Begegnungsstätte den Fokus nicht nur auf die Senioren zu legen.

In der Vorlage der Verwaltung heißt es, das neue Begegnungszentrum solle als Ersatz für den ehemaligen Seniorentreff an der Schleswiger Straße vorrangig der Seniorenarbeit dienen. An eine Jugendarbeit sei wegen des begrenzten Raums nicht gedacht. Im Stadtteilbeirat war das auf Widerspruch gestoßen. Die Falderaner wollen ein offenes Bürger- oder Familienzentrum.

Diese Idee wurde im Sozialausschuss nicht nur von der SPD unterstützt. „Wir signalisieren dem Stadtteilbeirat, dass wir seine Anregungen ernst nehmen“, begründete Andreas Hering seinen Antrag, die Formulierung Begegnungsstätte durch Familienzentrum zu ersetzen. Auch Sabine Krebs (CDU) kritisierte den Passus in der Verwaltungsvorlage, dass nicht an Jugendarbeit gedacht sei.

Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth warnte nach Erfahrungen mit Bürgerzentren in anderen Städten: „Das funktioniert nicht immer.“ Mitunter seien die Interessen von Kindern, Jugendlichen und Senioren nur schwer unter einen Hut zu bringen. Zudem werde durch die Verlegung des Projekthauses an die Werderstraße ja auch an die Jugendarbeit gedacht.

Dass CDU und FDP schließlich nicht dem Votum von SPD und Grün folgen mochten und sich enthielten, liegt an der geplanten Mietvertragsdauer von zehn Jahren. Das ist für Sabine Krebs und Marianne Lingelbach (FDP) entschieden zu lange. „Mir fehlen hier die Alternativen, um zu sehen, wie sich die Seniorenarbeit oder das Familienzentrum entwickeln“, sagte Sabine Krebs. Man könne das Thema nicht losgelöst von den Finanzen betrachten. Da es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt handelt, muss in der Tat die Politik entscheiden – und eventuell an anderer Stelle einsparen, machte Humpe-Waßmuth deutlich. Die katholische Kirche sei an einer sozialen Nutzung interessiert und auch bereit zu investieren, wolle dafür aber auch einen längerfristigen Mietvertrag. Humpe-Waßmuth: „Die Konditionen sind sehr günstig.“ Der Ausschuss empfahl der Ratsversammlung ein Ja zum Familienzentrum und eine Mietdauer von zehn Jahren.

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erstellt am 24.Okt.2014 | 07:45 Uhr

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