Chance auf Laufstegkarriere

 Vivian Frenz (18) macht auf den professionellen Mode-Fotos eine gute Figur.
Vivian Frenz (18) macht auf den professionellen Mode-Fotos eine gute Figur.

Vivian Frenz (18) steht im Finale eines bundesweiten Model-Wettbewerbs / Abstimmung endet am Sonntag

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01. April 2011, 08:27 Uhr

Neumünster | Sie wirkt fast ein wenig schüchtern - dabei ist Vivian Frenz (18) doch sehr gut im Rennen um einen Jahresvertrag mit einer renommierten Agentur. "Ich habe schon früher ein wenig gemodelt, meine Tante aus München hat ein Fotostudio. Sie hatte auch die Idee, mich anzumelden", sagt die Alexander-von-Humboldt-Schülerin. Ihre Mutter Olga Bernhardt-Frenz (45) ergänzt: "Es gab auch ein Auto zu gewinnen, ich glaube, das wollte sie eigentlich erreichen."

Der Wettbewerb, um den es geht, ist von der Kosmetikfirma L´Oréal Deutschland ins Leben gerufen worden. Unter fast 2000 jungen Frauen soll das Gesicht für eine Werbekampagne gefunden werden. Außerdem gibt es für die Siegerin einen einjährigen Vertrag als Fotomodell bei einer renommierten deutschen Agentur. Der Wettbewerb findet ausschließlich im Internet in dem sozialen Netzwerk Facebook statt. Die Teilnehmerinnen bekommen Aufgaben gestellt, zum Beispiel ein Märchen pantomimisch darzustellen. Die Nutzer stimmen dann ab, welche der Frauen die Aufgabe am besten gelöst hat. Es kann auch mehrfach - pro Aufgabe - abgestimmt werden.

Fünf Teilnehmerinnen sind noch im Rennen. Vivian Frenz liegt noch auf dem zweiten Platz. Sie hofft: "Wenn jetzt noch einige Menschen für mich stimmen, könnte es noch zum Sieg reichen." Ihr Vater, der Optiker Jürgen Frenz (47), drückt seiner Tochter die Daumen: "Ich hätte nicht gedacht, dass man über Facebook so viele Menschen erreichen kann."

Noch bis einschließlich Sonntag kann abgestimmt werden. Bis jetzt ist für sie 600 Mal abgestimmt worden. Sollte Vivian gewinnen, will sie allerdings auf keinen Fall die Schule hinwerfen: "Wenn ich gewinnen sollte, will ich in den Ferien und am Wochenende modeln. Irgendwann bin ich ja auch zu alt dafür, dann brauche ich schließlich eine solide Grundlage." Für ihren Beruf hungern, will sie auf keinen Fall. "Ich gehe regelmäßig laufen, aber wenn ich auf 45 Kilogramm runter hungern müsste, dann würde ich das nicht machen", betont sie.

Von der Resonanz auf ihre Teilnahme zeigt sie sich überrascht. "In der Schule und im Reitverein bekomme ich viel Unterstützung, aber besonders meine Familie und meine Freunde stehen hinter mir", sagt sie.

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