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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 03:46 Uhr

Grossenaspe : Cello-Spiel ging zu Herzen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Valeri Krivoborodov begeisterte 130 Zuhörer in der Katharinenkirche.

Neumünster | Der neunte Orgelzyklus in Großenaspe geht seinem Ende entgegen und lockte am Sonnabend 130 Liebhaber von Johann Sebastian Bachs Kammermusikwerken in die Katharinenkirche. Das vorletzte Konzert der Reihe gaben der russischstämmige Cellist Valeri Krivoborodov und der Organist Professor Hans Gebhard.

Krivoborodov, der Erster Cellist bei den Hamburger Symphonikern war, begeisterte das Publikum mit der Suite 1 für Violoncello-Solo in G-Dur und der Suite Nummer 3 für Violoncello-Solo in C-Dur. Das sind zwei von sechs Cello-Suiten, die Johann Sebastian Bach als Übungsstücke für junge Musiker verfasst hat und „zu den anspruchsvollsten Stücken gehören, die Bach geschrieben hat“, so der in Halstenbek lebende Cellist. „Selten hören Sie alle sechs auf einen Schlag“, fügte er hinzu.

Es war ein besonderes, zu Herzen gehendes Erlebnis, als Krivoborodov die warm-rauen Töne des Cellos in der Kirche ausbreitete und die genießenden Besucher einwickelte. Sie dankten es dem Förderer musikalischer Jugendlicher mit tosendem Applaus, Fußgetrappel und Bravo-Rufen.

Nicht weniger beeindruckte Hans Gebhard, der den Initiator des Orgelzyklus’ Professor Ernst-Ulrich von Kameke, an der Orgel krankheitsbedingt vertreten hat. Er spielte auf einer 128 Register umfassenden Digitalorgel Bachs Passacaglia und Fuge in c-Moll für Orgel und kommentierte den Anspruch des Stücks: „Ich habe mir nicht bewusst gemacht, auf welches Abenteuer ich mich dabei einlasse.“ Eine Kamera projizierte das Spiel des Künstlers auf eine im Gebetsraum angebrachte Leinwand, so dass das komplizierte Fingerspiel und der Fußeinsatz zu sehen waren. Die Rührung, die das Orgelspiel auslöste, war vielen Musikfreunden am Gesicht abzulesen. Sie dankten Hans Gebhard mit großem Applaus.  

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