FEK : CDU zieht Antrag zurück – Lau bleibt im Aufsichtsrat

 Er bleibt im FEK-Aufsichtsrat: Matthias Lau.
Er bleibt im FEK-Aufsichtsrat: Matthias Lau.

In einer Fraktionssitzung wurde die geplante Abwahl des Aufsichtsratschefs neu diskutiert und entschieden.

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13. April 2016, 08:00 Uhr

Neumünster | Die CDU-Rathausfraktion hat ihren Antrag auf Neubesetzung des FEK-Aufsichtsrates buchstäblich in letzter Minute zurückgezogen. In der Sitzung des Hauptausschusses wurde darüber gestern Abend nicht abgestimmt. Nun bleibt alles beim Alten und Matthias Lau an der Spitze des Aufsichtsrats. Das teilte die CDU-Rathausfraktion gestern mit. Begründung: Man habe „neue Erkenntnisse gewonnen“. Welche das sind, bleibt offen.

Der Partei- und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wolf Rüdiger Fehrs teilte mit: „Die CDU will, dass Neumünster ein leistungsstarkes Krankenhaus für die Stadt und das Umland hat. Uns geht es vor allem um die Versorgungsbreite und Versorgungsqualität, aber auch um den Erhalt qualifizierter medizinischer Arbeitsplätze in der Stadt.“ Er, Fehrs, habe ein gutes Gespräch mit Matthias Lau geführt. Die CDU-Fraktion werde sich nun weiter gemeinsam mit dem Aufsichtsratschef Lau „für ein leistungsstarkes Friedrich-Ebert-Krankenhaus einsetzen“.

Auch Matthias Lau selber äußerte sich in der Pressemitteilung der CDU: „Ich bin beeindruckt von der großen moralischen Unterstützung von Parteimitgliedern, der Bevölkerung und den Mitarbeitern des Hauses und freue mich auf die vor uns liegenden Aufgaben“, so Lau.

Wolf Rüdiger Fehrs selber hatte am 21. März den Antrag an den Hauptausschuss gestellt, Matthias Lau aus dem FEK-Aufsichtsrat abzuberufen. Der Fraktionsvorsitzende Gerd Kühl sagte dem Courier als Begründung, der „Informationsfluss von Lau in die CDU-Fraktion ist nicht optimal“; man wolle statt des parteilosen Lau lieber ein Fraktionsmitglied in den Aufsichtsrat schicken (vorgesehen war Klaus Grassau). Das hatte viele empörte Reaktionen und Leserbriefe im Courier ausgelöst.

In der Fraktionssitzung der CDU soll es daraufhin am Montag zu einer erneuten, heftigen Diskussion über das Thema gekommen sein. Am Ende stand eine geheime Abstimmung: Mit 8:5 Stimmen entschied die Fraktion sich dafür, dass Fehrs den Antrag zurückziehen soll.

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