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CDU-Vorstoß: Weihnachtsmarkt soll auf den Kleinflecken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schlittschuhlaufen vor dem Museum und ein gemütlicher Glühwein neben der Gilde-Eiche: Die CDU stößt mit ihrem Vorschlag, künftig den Weihnachtsmarkt vom Großflecken auf den Kleinflecken zu verlagern, auf scharfen Protest der Schausteller und Organisatoren.

Der CDU-Arbeitskreis Stadtentwicklung hatte sich einstimmig für den Umzug des vierwöchigen Spektakels in der Vorweihnachtszeit ausgesprochen. Begründung: Der Kleinflecken sei gemütlicher, außerdem gebe es dort keine Flächenkonkurrenz mit dem Wochenmarkt.

„Das geht absolut nicht. Da werden wir massiv gegensteuern“, empört sich Ludolf Fock, Präsident des Schaustellerverbandes. Durch die „Verlagerung in die zweite Reihe“ würden den Ausstellern wichtige Einnahmen entgehen. „In den letzten Jahren hat sich der Weihnachtsmarkt gegen den Trend für uns finanziell positiv entwickelt. Das setzen wir nicht aufs Spiel“, so Fock.

„Technisch gar nicht machbar“, lautet das Urteil von Weihnachtsdorf-Organisator Ingo Kluge. Die Fläche auf dem neugestalteten Kleinflecken sei bei weitem nicht ausreichend, um alle Stände und vor allem die Eisbahn unterzubekommen: „Dann müssten die Leute im Museum Schlittschuh laufen. Das will ich sehen.“

Stadtsprecher Stephan Beitz gibt sich zurückhaltender. „Wenn die Pläne bei uns auf dem Tisch liegen, werden wir sie prüfen“, sagt er. Doch auch er betont, dass eine 1:1-Umsetzung wohl nicht realisierbar ist. „Der Weihnachtsmarkt müsste dann ohne Eisbahn auskommen. Ein Besuchermagnet würde fehlen.“

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erstellt am 22.Jan.2014 | 12:35 Uhr

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