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Grosse Koalition : CDU und SPD sticheln gegen die Verwaltung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ist die Stadtverwaltung nicht höflich gegenüber Investoren? Eine „Große Koalition“ macht dem Oberbürgermeister Druck

von
erstellt am 24.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Das kommt nicht häufig vor: CDU und SPD haben für die nächste Ratsversammlung (4. November) gemeinsam einen Antrag eingebracht. Darin formulieren sie Gedanken und Forderungen, wie die Ansiedlungspolitik der Stadt aussehen sollte.

„Grundsätzlich ist jedes Unternehmen in Neumünster willkommen“, lautet der erste Satz des Antrags, der von Helga Bühse und Gerd Kühl (CDU), Uwe Döring und Axel Westphal (SPD) eingereicht wurde. Vorrangig sollen Firmen aus Neumünster und Umgebung die Möglichkeit erhalten, für eine Erweiterung umzusiedeln. Der Satz „Wir wünschen uns neue Arbeitsplätze für qualifizierte und hochqualifizierte Beschäftigte und wollen durch die Ermöglichung entsprechender Ansiedlungen hierzu beitragen“ klingt wie ein Kontrapunkt zur jüngsten Aussage von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras, Neumünster brauche besonders Jobs für gering Qualifizierte (der Courier berichtete). Zusätzliche Chancen wolle man aber auch für Arbeitslose ohne hohe Ausbildung, so der Antrag.

Wie eine Selbstverständlichkeit und dadurch wie eine Spitze gegen die Verwaltung klingt der letzte Punkt: „Wir erwarten, dass die Verwaltung jedem Ansiedlungswilligen mit offenen Armen und als Dienstleister mit dem Gebot der Höflichkeit entgegentritt, um ihm zu zeigen, dass er in Neumünster willkommen geheißen wird.“

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