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Boostedt : CDU setzt auf neue Kita unter neuem Träger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Fraktion hat ein Angebot vom Deutschen Roten Kreuz in Bad Segeberg eingeholt.

Boostedt | Die Debatte um die notwendige Erweiterung der Kinderbetreuung in Boostedt (der Courier berichtete) geht in eine neue Runde. Vorgestellt wurden dazu von Wolfgang Brückner und Harald Köster am Mittwoch ein Angebot des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bad Segeberg, das auf Anfrage der CDU-Fraktion erstellt wurde.

„Wir können uns neben der Kirchengemeinde einen weiteren Träger gut vorstellen, um den Betreuungsbedarf außerhalb der bestehen Kindertagesstätte sicherzustellen. Deshalb haben wir mit dem DRK Kontakt aufgenommen. Aber wir könnten uns auch andere Träger vorstellen“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Brückner. Das DRK betreibe zurzeit acht Kitas im Kreis, sodass die Professionalität und Qualität gewährleistet sei. Außerdem würde das DRK selbst bauen, wenn die Gemeinde ein entsprechendes Grundstück zur Verfügung stelle, zum Beispiel über einen Erbpachtvertrag. „Damit ist die Gemeinde aus den aufwändigen Planungen und Ausschreiben raus, und es müsste nach der Fertigstellung, die im kommenden Jahr erfolgen könnte, nur noch ein entsprechender Vertrag abgeschlossen werden“, erläuterte Harald Köster. Als Standort kämen sowohl zwei Flächen in der Nähe der Amtsverwaltung als auch das Gebiet am A 5-Gebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Von-dem-Borne-Straße in Frage, führte er weiter aus.

Aus dem Angebot des DRK geht hervor, dass die neue Einrichtung für den wirtschaftlichen Betrieb mindestens auf vier Gruppen (60 bis 80 Plätze, je nach Alter und Struktur) ausgelegt sein müsste. Grundsätzlich wird darin jedoch ein großes Interesse an einer Zusammenarbeit bestätigt. Den Gemeindevertretern vorgestellt werden soll der CDU-Vorschlag nun in einer Sondersitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Senioren und Soziales, die noch vor den Sommerferien stattfinden soll.

Der Leiter der bestehenden Kita, Hartmut David, äußerte sich vorsichtig zu diesem Vorstoß. „Die Gemeinde hat natürlich das Recht, einen zweiten Betreiber ins Boot zu holen. Aber für die Entwicklung der vorhandenen Kita wäre es enorm wichtig, früh in diese Prozesse eingebunden zu werden“, sagte er auf Anfrage. Ebenfalls zurückhaltend erklärte Bürgermeister Hartmut König (CDU): „Ich begrüße das Engagement der Fraktion. Dennoch müssen hierzu zunächst alle Aspekte, insbesondere im Hinblick auf die Gemeindeentwicklung insgesamt betrachtet werden.“  


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