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Kreisparteitag : CDU-Kreis-Chef will in den Landtag

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wolf Rüdiger Fehrs kündigte unter viel Beifall seine Kandidatur an. Fraktionschef Gerd Kühl hofft auf keine weiteren Bewerber.

shz.de von
erstellt am 22.Nov.2015 | 16:10 Uhr

Neumünster | Vor sechs Wochen stand es noch nicht fest, doch nun sind die Würfel bei der CDU in der Stadt gefallen: Der Kreisvorsitzende Wolf Rüdiger Fehrs will bei der Landtagswahl 2017 als Kandidat für den Wahlbezirk Neumünster-Boostedt antreten. Das kündigte Fehrs am Freitagabend auf dem Kreisparteitag in den Holstenhallen an. Er tritt die Nachfolge von Torsten Geerdts an, der sich nach 23 Jahren nicht mehr um das Amt bewirbt (der Courier berichtete). Von den rund 50 Mitgliedern und Gästen gab es dafür viel Beifall.

„Es wird nicht leicht, unseren Wahlkreis zurückzugewinnen. Aber dieser Herausforderung möchte ich mich stellen“, lautete seine Ankündigung. Fehrs ist der erste Bewerber und – geht es nach dem Fraktionsvorsitzenden Gerd Kühl – auch der einzige: „Es gab für ihn viel Unterstützung von allen Seiten“, sagte Kühl. Er hoffe, dass bis zur endgültigen Wahl eines Kandidaten bis Ostern kommenden Jahres nicht noch eine Vielzahl an weiteren Bewerbungen hinzukomme. „Ein Kandidat ist für das Abstimmungsergebnis immer besser“, so Kühl.

Deutlich wurde am Freitagabend auch, dass die CDU Neumünster hinter Ingbert Liebing als Spitzenkandidat steht. Mit großem Applaus wurde Liebing begrüßt. „Du kannst dich zu 100 Prozent auf uns verlassen. Wir freuen uns auf den Wahlkampf mit dir“, erklärte Wolf Rüdiger Fehrs. In seinen Jahresrückblick benannte er die Oberbürgermeisterwahl im Mai als herausragendes Ereignis. „Die 60 Prozent (59,8 Prozent) haben wir zwar nicht ganz geschafft. Und an der schlechten Wahlbeteiligung von 34,5 Prozent müssen wir alle arbeiten. Doch wir haben unser Ziel erreicht. Und da 90 Prozent der für den Wahlkampf notwendigen Spenden von der CDU kamen, hoffen wir, dass Dr. Tauras nun auch zu 90 Prozent CDU-Politik macht“, erklärte er.

Zum Thema Flüchtlinge ging Fehrs insbesondere mit der Landesregierung ins Gericht. „Wir als CDU begleiten diese Arbeit konstruktiv aber kritisch. Denn die Landesregierung handelt immer erst dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. So hat sie es unter anderem bis heute nicht geschafft, sich mit den Kommunen zu einigen“, lautete sein Vorwurf.

Zur abgelehnten Obergrenze für die Flüchtlingsaufnahme ergriff Carl Holtzberg das Wort. „Das Verständnis für die offene Tür nimmt immer mehr ab. Wir müssen aufpassen, dass uns die Dinge nicht aus dem Ruder laufen“, mahnte er.
Der Fraktionsvorsitzende Gerd Kühl lobte die kontinuierliche Arbeit der Fraktion im Stadtrat. Allerdings wies er darauf hin, dass es gelte, wegen der fehlenden Mehrheit weiterhin verlässliche Partner zu finden. „Mit dem DOC und dem Einkaufszentrum werden wir zukünftig keine Stimmen mehr fangen“, erklärte er zudem als Aufforderung, neue Themen in der Stadtpolitik zu besetzen.

Ebenfalls auf Interesse stieß der Vortrag des Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens (Wahlkreis Ostholstein/Stormarn-Nord) zum Thema „Äußere Sicherheit schafft inneren Frieden“, der sich mit der aktuellen Rolle der Bundeswehr beschäftigte. Bei der einzigen Mitgliederentscheidung wurden Gerd Kühl, Wolf Rüdiger Fehrs, Anna-Katharina Schättiger, Hauke Hahn und Barbara Woop zu den Delegierten für die Landesvertreterversammlung zur Aufstellung der Liste für die Landtagswahl gewählt.

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