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Bundestagswahl : CDU knapp vor SPD, Kleine verlieren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SPD wurde in Neumünster zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl nur zweitstärkste Partei / Dr. Philipp Murmann verteidigt das Direktmandat

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 04:45 Uhr

Es war äußerst knapp, aber die CDU wurde bei der Bundestagswahl in Neumünster zum ersten Mal die stärkste Partei. Sie holte gestern 35,98 Prozent der Zweitstimmen; die SPD kam auf 35,78 Prozent. Ganze 78 Stimmen machten den Unterschied aus.

Beide großen Parteien legten damit im Vergleich zur Bundestagswahl 2009 deutlich zu. Das ging natürlich zu Lasten der kleinen Parteien, die zum Teil deutlich Federn lassen mussten. Am stärksten schnitten noch die Grünen mit 7,51 Prozent ab. Die Linke kam auf 5,48 Prozent, und die FDP schmierte mit 4,89 Prozent am stärksten ab. Sie wurde sogar noch von der neuen „Alternative für Deutschland“ (AFD) überholt, die mit 4,99 Prozent ins Ziel kam.

Bei der CDU herrschte große Freude über den Sieg, der sich bei der Auszählung erst in allerletzter Minute kristallisierte. Die Fraktionsvorsitzende im Rathaus, Babett Schwede-Oldehus, strahlte vor Freude: „Das ist ein ganz wunderbares Ergebnis, gerade nach unserem Erfolg bei der Kommunalwahl.“ Ihr Fraktionskollege Hauke Hahn stimmte ein: „Das ist ein historisches Ergebnis für uns. Es bestätigt den positiven Trend!“

 

Neumünster (Zweitstimmen):

CDU 35,98 % (2009: 30,06 %)

SPD 35,78 % (2009: 31,03 %)

FDP 4,89 % (2009: 14,97 %)

Grüne 7,51 % (2009: 10,99 %)

Die Linke 5,48 % (2009: 8,38 %)

Piraten 1,96 % (2009: 2,02 %)

AFD 4,99 % (–)

Rentnerpartei 0,47 % (2009: 0,89 %)

MLPD 0,05 % (2009: 0,05 %)

Freie Wähler 0,45 % (–)

Tierschutzpartei 0,85 % (–)

NPD 1,6 % (2009: 1,51 %)

 

Wahlbeteiligung 65,40 % (65,38%)

Noch knapper, aber in der Gegenrichtung, ging es bei den Erststimmen aus. Dr. Birgit Malecha-Nissen (SPD) setzte sich in Neumünster haarscharf, mit 34 Stimmen Vorsprung, gegen Dr. Philipp Murmann (CDU) durch. 40,40 zu 40,31 Prozent waren es am Ende. Allerdings holte Murmann im Kreis Plön deutlich mehr Stimmen als seine Herausfordererin: Er hatte rund sechs Prozentpunkte Vorsprung; das entsprach rund 7600 Stimmen. Da fielen dann die 34 Neumünsteraner Stimmen nicht mehr ins Gewicht, sodass der CDU-Mann den Wahlkreis für weitere vier Jahre im Bundestag vertreten wird.

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