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Oberbürgermeister-Wahl : CDU hebt Tauras erneut auf den Schild

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Kreismitgliederversammlung der CDU setzt auf eine zweite Amtszeit des amtierenden Oberbürgermeisters.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Neumünster | Die CDU Neumünster steht zu Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Mit überwältigenden 98 Prozent nominierte die Kreismitgliederversammlung Tauras am Donnerstagabend erneut zu ihrem Kandidaten für die OB-Wahl im kommenden Frühjahr. 52 von 53 Wahlberechtigten stimmten in der Stadthalle für den Amtsinhaber.

Als Beobachter waren bei der Kandidatenkür auch Mitglieder der Grünen anwesend, auf deren Unterstützung Tauras ebenfalls zählen kann. Auch die FDP will an Tauras festhalten.

„Viele Themen, die uns bereits heute beschäftigen, werden uns auch in den kommenden Jahren weiter verfolgen, ich möchte sie gerne weiterhin aktiv begleiten“, hatte sich Tauras zuvor für eine weitere Amtszeit beworben. Seine „Steckenpferde“ seien eine solide Finanzpolitik und eine dynamische Wirtschaftspolitik, die er auch in den kommenden Jahren vorrangig nach vorne bringen wolle. „Eine gute Wirtschaftspolitik ist die beste Sozialpolitik. Und die brauchen wir bei einer Arbeitslosenquote von 11 Prozent“, sagte Tauras. Es sei wichtig, neue Arbeitsplätze zu schaffen, dabei gelte es aber auch, genau hinzuschauen, welcher Bedarf tatsächlich bestehe. „Wir brauchen Arbeit für Menschen, die über keinen hohen Bildungsstand verfügen“, forderte er.

Die Stadt sei auf einem guten Weg, zog der Oberbürgermeister Zwischenbilanz und verwies unter anderem auf die Modernisierung der Holstenhallen, den Neubau des FEK, den Neubau der Feuerwehrwache, den Bau der Holsten-Galerie und die Erweiterung des DOC.

„Die positive Wahrnehmung unserer Stadt wächst im ganzen Land. Ich freue mich sehr über diese positive Auf-bruchstimmung“, sagte der OB in seiner Bewerbungsrede.

CDU-Fraktionschefin Babett Schwede-Oldehus nutzte die Gunst der Stunde, beim politischen Gegner den Finger in die Wunde zu legen: „Es gibt keinen Besseren als Olaf Tauras. Ich bin gespannt, wen die Gegenseite präsentiert“, sagte Babett Schwede-Oldehus. Ein gutes halbes Jahr vor der OB-Wahl im Frühjahr hat die SPD noch keinen Gegenkandidaten für Tauras benannt.

„Ein genialer Auftakt“, lobte auch Kreisvorsitzender Wolf Rüdiger Fehrs die Antrittsrede von Tauras. Er selbst konnte bei seiner Wiederwahl zum Kreisvorsitzenden allerdings nicht auf so viel Rückenwind seiner Partei zählen. In geheimer Wahl erhielt er 43 von 66 Stimmen. Mit einer Zustimmung von 73 Prozent fiel seine Wahl aber deutlich besser als vor einem Jahr aus. Im August 2013 konnte er als Nachfolger von Torsten Geerdts lediglich 63 Prozent der Parteimitglieder hinter sich vereinen.

Zu seinen Stellvertretern wurden Klaus Grassau (72 Prozent) und Babett Schwede-Oldehus (63 Prozent) gewählt. Als Kreisschatzmeister wurde Gerrit Stamer mit 94 Prozent bestätigt, sein Vize Hauke Hansen mit 97 Prozent. Zu Beisitzern gewählt wurden: Julian Duske (86 Prozent), Britta Einfeldt (79 Prozent), Jan Hinrich Köster (93 Prozent), Thomas Michaelis (57 Prozent), Dirk Sasson (100 Prozent) und Henning Voigt (90 Prozent).

In ihrem Rechenschaftsbericht ging Fraktionschefin Babett Schwede-Oldehus mit der SPD hart ins Gericht. Es sei erschreckend, wie diese Partei agiere. „Dass sie überall mitbestimmen und alles verändern will, was gut funktioniert, ist anstrengend“, sagte sie und ging dabei auf die „Lex Nortex“ ein.

„Wir halten es für fahrlässig, dass eine Sortiments- und bauliche Erweiterung gegen gutachterlichen Rat umgesetzt wird. Mit der Aufweichung von Angebotsgrenzen für ein einzelnes Unternehmen werde Fehlentwicklungen jetzt Tür und Tor geöffnet, kritisierte Schwede-Oldehus die Ratsentscheidung vom Dienstag. „Es gibt keinen sicheren Schutz mehr für die Innenstadt.“

Emotional wurde es auf dem Kreisparteitag, als Gerlinde Aust (64) verabschiedet wurde. 41 Jahre lang war sie in der CDU-Geschäftsstelle „Mädchen für alles“. Im Laufe der Jahre hat sie zehn Kommunalwahlkämpfe, jeweils elf Landtags- und Bundestagswahlkämpfe sowie acht Europa- und drei Oberbürgermeisterwahlkämpfe begleitet. Zum Abschieds-Applaus erhob sich die CDU geschlossen von den Plätzen.

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