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Stadtplanung : CDU für Familienbonus im neuen Baugebiet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ratsfrau Helga Bühse will Familien mit Kindern bei der Grundstücksvergabe in der ehemaligen Scholtz-Kaserne bevorzugen

Das geplante neue Baugebiet auf dem südlichen Teil der ehemaligen Scholtz-Kaserne sollte vorzugsweise an junge Familien mit Kindern vergeben werden. Dafür will sich jedenfalls die CDU-Ratsfraktion stark machen.

Der Wunsch nach Wohneigentum sei in Neumünster ungebrochen, und der Stadt müsse daran gelegen sein, gerade junge Familien langfristig an die Stadt zu binden beziehungsweise sie mit attraktiven Angeboten in die Stadt zu locken, begründete die baupolitische Sprecherin Helga Bühse in einer Pressemitteilung den Vorstoß. Sie schlägt vor, Familien mit Kindern, die sich ein eigenes Heim schaffen wollen, auch beim Grundstückspreis entgegenzukommen.

Mit einem entsprechenden Konzept hatte die Stadt vor sieben Jahren bei der Vermarktung von 15 Baugrundstücken an der Frankenstraße gute Erfahrungen gemacht. Bei der Vergabe wurden Familien mit Kindern bevorzugt; für jedes Kind gab es einen Nachlass auf den Kaufpreis. Trotz der gesteuerten Vergabe waren die Grundstücke zwischen Stör- und Frankenstraße in Rekordzeit vergeben. Bei der Entwicklung des neuen Baugebietes sollte die Stadt an dieses Modell anknüpfen, fordert Helga Bühse. Gleichzeitig sei zu überlegen, ob nicht ein bestimmter Anteil der neuen Bebauung für altengerechtes Wohnen reserviert werden könne, sagte die CDU-Ratsfrau.

Nach jahrelangen Verhandlungen hatte die Stadt dem Bund kürzlich den südlichen Teil der ehemaligen Scholtz-Kaserne abgekauft (der Courier berichtete). Das 85 000 Quadratmeter große Gelände zwischen der zentralen Flüchtlingsunterkunft und der Störstraße gilt wegen seiner Nähe zur Innenstadt als gute Wohnlage. Die Stadt will das Areal für Ein- und Zweifamilienhäuser, möglicherweise auch für Mehrfamilienhäuser überplanen.

Erst in der vergangenen Woche hatte auch die SPD den von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras eingefädelten Kauf des ehemaligen Kasernengeländes begrüßt. Die Sozialdemokraten hatten dabei allerdings angemahnt, bei der Planung nicht ausschließlich auf Einfamilienhäuser zu setzen.

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erstellt am 20.Okt.2013 | 19:38 Uhr

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