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Benefiz-Konzert : Casey traute sich mit Maybebop auf die Bühne

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Schülerin aus Bönebüttel sang mit dem A-cappella-Quartett. Benefizkonzert in der Stadthalle war ein voller Erfolg. In dieser Woche beginnt die Sanierung des Kinderferiendorfes.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Auf dem Weg, das Kinderferiendorf zu sanieren, ist der erste Schritt getan. Der Lions-Serviceclub Neumünster-Holsten organisierte am vergangenen Sonnabend ein Benefizkonzert mit der A-cappella-Formation Maybebop im Theater der Stadthalle. Ein toller Abend: 576 Besucher erlebten ein grandioses Konzert, und mit dem Reinerlös des Abends kann das erste Haus saniert werden.

„Die Häuser werden modern und behindertengerecht wiederhergestellt und restauriert. Ihr ursprünglicher Charakter wird beibehalten“, erzählte Lions-Präsident Andrew Pfennig. Die Baumaßnahmen beginnen bereits in dieser Woche, wie Pfennig sagte. Begonnen wird mit dem Haus 5. „Wir werden dann sehen, wie es der Stadt gefällt und nach und nach, abhängig auch von der weiteren Hilfsbereitschaft, folgen die weiteren Häuser“, sagte Pfennig. Er ist zuversichtlich. „Wir nehmen ein großartiges Gefühl der Verbundenheit in der Stadt und unglaubliches Engagement wahr, helfen zu wollen.“ Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger freute sich, dass alle 576 Plätze des Theaters besetzt waren. „Sie alle tun heute Abend etwas Gutes“, sagte sie. Gleichzeitig werde der Mut des Lions-Clubs Neumünster-Holsten belohnt, dieses Projekt zugunsten des Kinderferiendorfes auf die Beine gestellt zu haben.

Das Vocal-Quartett Maybebop – Jan Bürger, Lukas Teske, Oliver Gies und Sebastian Schröder – kam mit seinem Programm „Das darf man nicht“ nach Neumünster. Ganz ohne Instrumentalbegleitung, „lediglich“ mit ihren Stimmen begeisterten sie über zweieinhalb Stunden lang das Publikum im ausverkauften Theater. Ihre Texte waren gewohnt humorvoll und gesellschaftskritisch. Soziale Netzwerke und Handysucht sind nur einige Themen, denen sie sich angenommen haben. Auch einigen Musikwünschen, die die Band vorab per Facebook und Twitter erreichten, kam die Band nach.

Ihren großen Auftritt hatte an dem Abend die 17-jährige Casey Tensfeldt aus Bönebüttel. Die Klaus-Groth-Schülerin hatte der Band eine E-Mail geschrieben, sie würde gerne mit ihr auf der Bühne stehen und ein Lied singen. „Im vergangenen Jahr hatte ich mich nicht getraut, als die Frage kam. Ich hatte der Band die Mail geschrieben, weil ich so keinen Rückzieher machen konnte“, sagte die Schülerin, die seit der fünften Klasse im Schulchor singt. Sie machte am Sonnabend keinen Rückzieher und stand mit Maybebop auf der Bühne. Gemeinsam sangen sie ein Lied der Sängerin Oonagh auf Quenya, einer fiktiven Sprache aus Tolkiens „Herr der Ringe“. „Ich war bis zum Schluss sehr aufgeregt“, verriet die 17-Jährige hinterher.

Nach der Pause legte Maybebop dann noch eine Schippe drauf. Mit „Berühmte letzte Worte“ (geistreiche Sprüche bevor der Schnitter kommt wurden hier aufs Korn genommen) und mit „Fluch gebucht“ gab es mehr Tempo und noch mehr Spaß. Zum Abschluss kam wie gewohnt der musikalische Hitrückblick 2015. Atemberaubend, wie schnell das Quartett von Titel zu Titel springt und dabei ganz leicht und sicher Tempi, Rhythmen und Texte wechselt. Die Besucher erhoben sich von den Plätzen Riesenapplaus, Pfiffe, Fußgetrampel gab es, als die vier Sänger die Bühne über den Saal verließen, um dann im Foyer noch Autogramm- und Fotowünsche zu erfüllen.

Das Benefizkonzert war am Ende ein voller Erfolg. Auch Maybebop beteiligte sich, der Sanierung des Kinderferiendorfes unter die Arme zu greifen. „Von jeder verkauften CD gehen sonst zwei Euro an die Organisation
‚Sea-watch‘. An diesem Abend möchten wir zwei Euro je CD ebenfalls der Sanierung des Kinderferiendorfes zukommen lassen“, sagte Jan Bürger.


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