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Schulverband Wasbek : Carsten Bein mahnt Kita-Kosten an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Padenstedter Bürgermeister meint, der Etat 2015 für den Wasbeker Schulverband hätte sorgfältiger ausgearbeitet werden müssen.

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erstellt am 19.Nov.2014 | 06:45 Uhr

Arpsdorf | Ein deutliches Zeichen setzten Padenstedts Bürgermeister Carsten Bein und Gemeindevertreterin Karen Kühl auf der Sitzung des Wasbeker Schulverbandes. Beide stimmten während der Zusammenkunft bei Bendfeld in Arpsdorf vorgestern Abend gegen den Haushaltsentwurf 2015. Sie befürchten, dass die Kosten für die Kindertagesstätten aus dem Ruder laufen.

Neun Verbandsmitglieder stimmten für den Haushalt 2015. Das Nein des Padenstedter Gemeindechefs bezieht sich auf die Umlagenhöhe für die beiden Kindertagesstätten in Padenstedt und Wasbek. 802 000 Euro sind für beide Einrichtungen eingeplant. Das ist ein Plus von rund 100 000 Euro im Vergleich zum aktuellen Etat, verursacht vor allem durch erhöhte Personalkosten. „Trotz unserer massiven Anmahnungen, einmal ernsthaft zu prüfen, wie sich die Umlage verringern lässt, ist nichts geschehen. Dieser Entwurf wurde nicht mit der gebotenen Sorgfalt erstellt. Wir müssen aber dringend etwas tun, damit uns die Kosten nicht weglaufen. Auch sind wir der zahlenden Allgemeinheit gegenüber verpflichtet und nicht nur den Eltern“, sagte Bein. Die Padenstedter Gemeindevertreterin Karen Kühl schloss sich seinem Nein an.

Grundsätzlich sind auch die Verbandsmitglieder aus Arpsdorf, Ehndorf und Wasbek gewillt, die Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen. „Die Entwicklung der Kosten macht uns wirklich Sorgen“, sagte der Wasbeker Bürgermeister und Verbandsvorsteher Karl-Heinz Rohloff. Doch um den Haushaltsentwurf ohne Verzögerung auf den Weg zu bringen, stimmte die Mehrheit für die Annahme. Die Verwaltung wurde aber beauftragt, einmal nachzurechnen, was eine Betreuungsstunde im Ganztagsbetrieb für unter und über dreijährige Kinder kostet.

Die Festsetzung der Kita-Umlage errechnet sich zu 25 Prozent aus der Anzahl der Einwohner einer Gemeinde. 75 Prozent entfallen auf Kinder, die in den Einrichtungen betreut werden. So zahlt Arpsdorf rund 31 000 Euro, Ehndorf 122 000 Euro, Padenstedt 262 000 Euro und Wasbek 387 000 Euro in den Umlagentopf ein.

Dann ging es um die Beleuchtung in den Klassenräumen der Wasbeker Grundschule. Das Amt Mittelholstein schlägt eine 35 Watt starke Leuchtröhrentechnik mit einer Lebensdauer von 25 000 Stunden zu einem Preis von 24 500 Euro vor. Der Schulverband aber meint, dass sich eine teurere LED–Leuchte (35 000 Euro) mit einer Lebensdauer von 40 000 Stunden und einer geringeren Wattleistung rechnet. Ein unabhängiger Experte soll dem Schulverband ein Vergleichsangebot machen. Die Mitglieder des Schulausschusses dürfen über die Eilmaßnahme in einer außerordentlichen Sitzung entscheiden.

Als neu gewählten Elternbeiratsvorsitzenden der Kita Padenstedt begrüßte Verbandsvorsteher Rohloff den Padenstedter Christian Gau (31). Der verheiratete Justizvollzugsbeamte ist Vater von drei Mädchen. Zwei seiner Töchter besuchen derzeit die Betreuungseinrichtung.












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