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Informatikprojekt : Carlotta erfindet künstliche Intelligenz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Klaus-Groth-Schülerin Carlotta Schwertfeger nimmt an einem Informatik-Workshop in Potsdam teil

Neumünster | Tüfteln, programmieren und die grauen Zellen anstrengen: Als eine von bundesweit 30 Schülern nimmt Carlotta Schwertfeger (18) von der Klaus-Groth-Schule an einem fünftägigen Informatik-Workshop des Schulnetzwerks Mint-EC teil. Am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam geht es darum, die künstliche Intelligenz eines virtuellen Roboters zu entwickeln.

Das Mint-EC ist ein Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen.

In Dreier-Teams wird getüftelt; die Roboter treten dann wie in einem Computerspiel als Avatare gegeneinander an. Zwei große Herausforderungen gilt es für die Schüler zu meistern: Die Teams müssen sich eine Strategie überlegen, denn jeweils zwei Roboter treffen in Einzelwettkämpfen aufeinander. Ziel ist es, den Gegen-Roboter außer Gefecht zu setzen. Die Energie ist begrenzt. Steht die Strategie fest, müssen die Schüler den Roboter in Java programmieren; unterstützt werden die Schüler dabei von HPI-Studenten. Vor den Finalturnieren können die Roboter getestet werden.

Neben diesem Wettbewerb erhalten die Jugendlichen aber auch Einblicke in das Institut, besuchen eine Vorlesung und erfahren von einem Professoren in einem Vortrag, wie man Muster in großen Datenmengen entdecken kann.

Als einzige Neumünsteranerin ist Carlotta Schwertfeger aus Gadeland dabei. Ihre Motivation ist es, viele Leute kennenzulernen. „Das Spannende ist, dass man total schnell zusammenwächst, auch wenn sich keiner kennt, und dass gemeinsame Interessen bestehen.“ Außerdem lerne sie so Universitäten in verschiedenen Städten kennen, um sich für ein Studium zu orientieren, sagt die Klaus-Groth-Schülerin. Informatik an der Schule macht ihr schon lange Zeit viel Spaß. Dieses Jahr macht sie Abitur und kann sich vorstellen, sich danach im Informatikbereich zu orientieren: „Das wird in unserer technologisierten Welt viel gebraucht und durchaus auch gesucht. Informatik läuft einem im Alltag ständig über den Weg, man muss nur wissen, wo und wie man seine Fähigkeiten einsetzen kann, um sich den Alltag zu erleichtern.“

Für Carlotta Schwertfeger ist es nicht das erste Mint-EC-Camp; über das Netzwerk gibt es Veranstaltungsformate an verschiedenen universitären Einrichtungen. „Diese Camps sind auch immer tolle Gelegenheiten, Freunde aus ganz Deutschland wieder zu treffen, die man dort kennengelernt hat. Ich war zum Beispiel auch schon in Aachen. Ein paar bekannte Gesichter habe ich auch hier wieder gesehen.“

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erstellt am 10.Apr.2016 | 08:45 Uhr

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