zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 13:26 Uhr

Jazzclub : „Caribean Music“ voller Energie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Hot Reeds & Rhythm” begeisterten 180 Fans beim Gratis-Konzert im Restaurant der Holstenhalle.

Neumünster | Eine imposante und mitreißende Jazzshow voller Energie mit vorwiegend „Classic Jazz“ und „Caribean Music“ erlebten rund 180 Musikliebhaber im Holstenhallenrestaurant. Traditionell gab es zum Ausklang der Hauptversammlung des Jazzclubs ein Gratis-Konzert für die Fans.

Vier exzellente Musiker aus mehreren Generationen begeisterten als „Hot Reeds & Rhythm“ schon ab dem ersten Song, dem Jazzstandard „Sweet Georgia Brown“.

Günther Liebetruth (Klarinette und Gesang), Ralf Böcker (Sopransaxofon), Gregor Kilian (Klavier) und Nils Conrad (Drums) boten faszinierende Sounds und Tempi.

Böcker, Kilian und Conrad waren geniale Partner für den Senior Liebetruth, der bereits 1970 in Hamburg die Kult-Jazzband „Jazz Lips“ gründete, und mit seiner Spezialität, den Ausflügen in karibische sowie kreolische Klangwelten, glänzte.

Ob bei der Eleganz des Swings, dem klassischen New Orleans Jazz (besonders im zweiten Set), der Power des Boogie oder der sinnlichen Robustheit des Blues – die „Hot Reeds“ brillierten als Quartett und erst recht als Solisten. Was Conrad an den Drums und Kilian am und unter dem Klavier boten, riss die Jazzfans zu spontanen Beifallsstürmen hin.

Liebetruth, der sich unter anderem mit seinem Klarinettenspiel an Sidney Bechet oder Jonny Dodds orientiert, bot gemeinsam mit Böcker eine gelungene Vielfalt und Eigenständigkeit. So kam etwa „Besame Mucho“ oder auch der klassische „St. Louis Blues“ als Liebetruth-Böcker-Variante daher.

Das unterstrich auch Böcker mit Eigenkompositionen wie eben mit „Hot Reeds & Rhythm“. Bei einer Duke-Ellington-Melodie konnte man bei der klagenden Klarinette von Liebetruh die Karawane durch die Wüste ziehen hören. Die beiden Jungspunde, Kilian als Stride-Pianist bundesweit bekannt und Conrad als „erfolgreichster europäischer Nachwuchsschlagzeuger“, brillierten mit unglaublichen Soli, die die Fans mit Beifall-Rufen und rhythmischen Klatschen honorierten. Bei „Grand Slam“, einem Boogie von Benny Goodman, war die Geschwindigkeit der Trommelstöcke von Conrad nur noch zu erahnen.

Am Schluss applaudierten die begeisterten Besucher stehend und rhythmisch lang anhaltend und dankten damit für diesen imposanten Konzertabend, der sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte des Jazz-Clubs Neumünster einreihte.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen