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Gescheitertes Projekt : Campuspark soll jetzt nach Eutin

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Projekt, das in der Böcklersiedlung umgesetzt werden sollte, hat nun in Ostholstein offenbar grünes Licht bekommen

von
erstellt am 15.Jul.2017 | 07:30 Uhr

Neumünster | Das Projekt Campuspark hatte 2016 eine erstaunliche Karriere gemacht. Im April waren die Pläne auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung an der Memellandstraße vorgestellt und hochgejubelt worden – und im Oktober war alles komplett verglüht. Jetzt soll das Projekt (in Teilen) in Eutin umgesetzt werden.

Der Eutiner Investor Thomas Hüstreich, Betreiber eines Fitness-Centers, hatte die Pläne gemeinsam mit seinem Berater Uwe Döring im April 2016 als „Leuchtturm-Projekt für Deutschland“ vorgestellt. Hüstreich wollte in der Böcklersiedlung ein bisher in diesem Umfang einzigartiges, überregional ausgerichtetes Therapie- und Gesundheitszentrum mit einer Akademie als Aus- und Fortbildungseinrichtung sowie medizinischen Dienstleistungsangeboten (und diverse Wohnungen) bauen. Im Campus sollten zunächst Physio- und Ergotherapeuthen sowie Logopäden ausgebildet werden, später dann bundesweit erstmals junge Leute zum neuen Beruf des Vitaltherapeuten. Dann gab es eine Diskussion um den Grundstückspreis, Meinungsunterschiede zwischen Politik und Verwaltung, neue Wertgutachten – bis Hüstreich sich im Oktober 2016 entnervt zurückzog (der Courier berichtete).

Auch in Eutin hatten Döring und Hüstreich das Projekt parallel vorgestellt, aber damals eine Absage erhalten. Aber die hat der dortige Stadtentwicklungsausschuss jetzt wieder einkassiert und doch grünes Licht gegeben.

Uwe Döring berät Hüstreich weiterhin und ist guter Dinge. „Wir können in Eutin zwar nicht das gesamte Projekt umsetzen, es wird eine abgespeckte Version ohne den Ausbildungsteil und die Anbindung an eine Hochschule geben. Aber die Eutiner Kommunalpolitik hat erkannt, was die Neumünsteraner nicht erkannt haben: dass sie mit dem Projekt junge Menschen in die Stadt ziehen kann“, sagte Döring zum Courier.

Am Standort seines Fitness-Centers kann Hüstreich in Eutin jetzt weiter planen. Bis Jahresende soll er zwei Finanzierungsmodelle vorstellen – eines mit Eigentums- und eines mit Mietwohnungen. Und er muss ein Lärmschutzgutachten einreichen und nachweisen, dass Wohnen im bisherigen Gewerbegebiet Ohmstraße nicht die Entwicklung der dortigen Betriebe gefährden würde.

Aus dem Gewerbegebiet soll voraussichtlich ein Mischgebiet mit besonderer Nutzung werden. Neben dem neuen therapeutisch-medizinischem Bereich sind vier Wohnblöcke für privates, generationsübergreifendes Wohnen sowie ein Gebäude für die Gesundheitsversorgung geplant. Hüstreich plant mit rund 50 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

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