Jubiläumsfest : Café Jerusalem feierte den 20. Geburtstag

Bei der Fischauktion zeigte Fischhändler Olaf Margraf den Besuchern den kiloschweren Teufelsfisch. Wenn auch nicht besonders hübsch, ist es ein besonders edler Fisch.
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Bei der Fischauktion zeigte Fischhändler Olaf Margraf den Besuchern den kiloschweren Teufelsfisch. Wenn auch nicht besonders hübsch, ist es ein besonders edler Fisch.

Besucher konnten am Sonnabend auf dem Großflecken Fisch und Abfall-Mode ersteigern.

shz.de von
30. Juni 2014, 07:00 Uhr

Neumünster | Vor 20 Jahren wurde das Café Jerusalem gegründet. Das Jubiläums-Sommerfest fand am Sonnabend auf dem Großflecken statt.

Es begann mit einem Gottesdienst. Mehr als 200 Besucher hörten der Predigt zu, die Dr. Dieter Müller hielt, Pastor im Ruhestand und Gründungsmitglied des Cafés Jerusalem. Im Anschluss gab es zunächst Essen für alle. „Alle Erlöse, die wir heute einnehmen, kommen dem Café zugute“, so Andreas Böhm, Leiter des Cafés. Am Nachmittag setzte sich das Fest mit weiteren Aktionen fort. Dirk Schrader vom Kieler Fischhandel Wiese & Kruse spendete 200 Kilogramm frischen Fisch, um ihn zugunsten des Cafés zu auktionieren. „Wir haben Rotbarsch, Seelachs Lengfisch, Steinbeißer und einen Seeteufel dabei“, sagte Schrader. Heiko Schaarschmidt und Olaf Margraf vom Fischhandel zeigten den Besuchern jeden Fisch, die noch in Lebensgröße auf Eis lagen. Zehn Euro waren das Einstiegsangebot. Den Seeteufel ersteigerte der Fischhändler für 150 Euro selber und spendete ihn dem Café.

„Eine ganz tolle Aktion“, lobte Besucherin Julia van Aswegen, die sich einen Rotbarsch ersteigerte. Im Anschluss wurde eine Modenschau mit Mode aus Abfall auf der Bühne gezeigt. „Im Café müssen wir von dem leben, was wir haben“, erklärte Heinke Kekeritz ihre Ambition, die 24 Kleider aus Joghurt-Deckeln, Tetrapaks und anderen Dingen in drei Monaten geklebt hatte. Zwölf junge Frauen aus Neumünsteraner Kirchengemeinden führten den Zuschauern die ungewöhnliche Bekleidung vor, die ebenfalls ersteigert werden konnte. Musikalisch begleiteten die Bengels aus Bokhorst und das Danfoss-Orchester aus Dänemark das Sommerfest. Journalist Jens Wellhöner moderierte.

„Bis zu 40 Gäste kommen heute regelmäßig ins Café , viele von ihnen auch täglich“, erzählten die Mitarbeiter Malu Schulze und Sigrid Verse. Dabei geht es den Menschen nicht nur darum, etwas zu essen oder Kleidung zu bekommen. „Viele brauchen einfach Gesellschaft.“

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