Tungendorf : Buslinien auf dem Prüfstand

Vorerst nur Ideen zur Debatte: Die violette Variante über die Kieler Straße und die grüne Variante, die die Route durch die Wohngebiete stark abkürzt.
Vorerst nur Ideen zur Debatte: Die violette Variante über die Kieler Straße und die grüne Variante, die die Route durch die Wohngebiete stark abkürzt.

Der Stadtteilbeirat diskutierte über neue Linienvarianten und die Parksituation am Volkshaus.

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17. Juli 2015, 06:30 Uhr

Neumünster | Bis 2020 sollen alle Busse und Haltestellen barrierefrei sein. Die Qualität, das heißt Pünktlichkeit, soll steigen, die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln wie der Bahn besser werden. Das sind nur einige der hehren Ziele des in Neumünster längst überfälligen Regionalen Nahverkehrsplans. Detlev Schulz von der Stadt und Sonja Kessal von den Stadtwerken stellten am Mittwoch auf der Stadtteilbeiratssitzung im Volkshaus dazu erste Überlegungen für Tungendorf vor.

Ein wichtiges Kalkül dabei ist die Wirtschaftlichkeit – das im Busverkehr eingefahrene Defizit soll nicht noch größer werden. Geprüft werden daher auch neue Linienführungen. Eine Variante führt über die Preetzer Landstraße zur Kieler Straße und nimmt dann den Weg über die Wilhelminenstraße. Das brächte zwar teilweise eine Doppelung mit der 1 nach Einfeld, würde beide Linien aber verknüpfen.

Diese Linienführung (lila in der Grafik) käme auch Kritikern der seit 2008 durch die Wohnstraßen Rüschdal, Rotdornallee, Vogelbeerallee und Kastanienallee fahrenden Busse entgegen, würde aber vielen Tungendorfern auch längere Wege zur nächstgelegenen Haltestelle zumuten. Noch mehr gilt das für eine zweite Variante (grün), die die Schleife über Wookerkamp, Preetzer Landstraße, Kastanien-und Vogelbeerallee sowie Rüschdal komplett ausspart.

Wünschen nach einer Anbindung von Tungendorf-Dorf mit dem neuen Wobau-Wohnquartier und dem SVT-Vereinsgelände entgegnete Schulz: Diese Route führe über eine längere Strecke durch nicht bewohntes Gebiet. Ein Votum gab es noch nicht. „Wir werden uns als Beirat selbst noch eine Meinung bilden müssen“, sagte Stadtteilvorsteher Jürgen Böckenhauer.

Zweites großes Thema war die Parksituation am Volkshaus. Bei Veranstaltungen reichen die Parkplätze meist bei weitem nicht. Die Stadt überlegt deshalb, acht weitere Plätze am Hürsland zu schaffen. Doch das sei nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“, sagte Horst Saggau als Beiratsvorsitzender des Volkshauses. Sein Vorschlag: Die Plätze auf der Grünfläche Hürsland/Schulstraße auf 15 ausweiten. Neun weitere könnten an der Rudolf-Tonner-Schule entstehen. 

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